Überblick: Ryder-Cup-Regeln und Spielformate - DER SPIEGEL
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Überblick Ryder-Cup-Regeln und Spielformate

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Detroit - Der Ryder Cup ist der wichtigste Mannschafts-Wettbewerb im Golfsport. Alle zwei Jahre treffen jeweils die besten zwölf Spieler aus den USA und Europa aufeinander. Der Golf-Enthusiast Samuel Ryder aus Manchester ist der Namensgeber des Pokals. Premiere des dreitägigen Wettbewerbs war 1927 in Worcester/Massachusetts. Als Siegprämie wurden fünf englische Pfund, eine Flasche Champagner und ein Sandwich mit Hühnchen ausgelobt. Bis 1977 stellten die USA und Großbritannien (später mit Irland) die Teams.

Seit 1979 gibt es nur noch ein Team Europa. Ab diesem Jahr ist die bis dato klare Überlegenheit der USA (Europa konnte nur die Auseinandersetzungen im Jahre 1933 und 1957 gewinnen) abgelöst worden, beide Mannschaften gewannen die 40 Zentimeter hohe Trophäe aus purem Gold seit 1979 jeweils sechs Mal. Ein Remis wie das 14:14 von 1989 in Birmingham wird immer als Sieg für den Titelverteidiger - damals Europa - gewertet. Die 35. Auflage des Ryder Cup wird vom 17. bis 19. September im Oakland Hills GC in Bloomfield Hills (Michigan) ausgetragen.

Die insgesamt 28 Punkte werden im Lochspiel und nicht im Zählspiel vergeben: 16 Punkte am Freitag und Samstag in den jeweils vier Vierern ("Foursomes" und "Bestball"), bei denen jeweils zwei Spieler pro Team gegeneinander antreten. Die restlichen zwölf Punkte werden am Sonntag in den zwölf Einzeln ausgespielt. Im Lochwettspiel wird nicht nach 18 Löchern abgerechnet, sondern jedes einzelne Loch gewertet. Wer die wenigsten Schläge benötigt, hat das Loch gewonnen. Haben zwei Kontrahenten dieselbe Schlagzahl an einem Loch gespielt, wird das Loch geteilt.

Die Besetzungen der Vierer stellen die beiden Kapitäne (Bernhard Langer für Europa, Hal Sutton für die USA) ebenso zusammen wie die Reihenfolge der Einzel des Schlusstages. Dabei kennen die Kapitäne die Reihenfolge im anderen Team nicht.

Beim Bestball spielt jeder seinen Ball bis ins Loch. Das niedrigste Ergebnis an Schlägen wird als Loch-Gewinn des Paares gewertet. Beim klassischen Vierer (Foursomes) wechseln sich die Spieler im Team vom Abschlag bis zum Putt bei der Annäherung ins Loch ab. Über den Gewinn entscheidet wieder die niedrigere Schlagzahl.

Stechen gibt es nicht, nach 18 Löchern ist jede Partie beendet. Bei Remis bekommt jedes Team einen halben Punkt. Sollte ein Spieler frühzeitig einen uneinholbaren Vorsprung haben, wird das Match sofort beendet.

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