US Open: Aus für Gustavo Kuerten - DER SPIEGEL
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US Open Aus für Gustavo Kuerten

Jewgenij Kafelnikow hat Top-Favorit Gustavo Kuerten bei den US Open eine kostenlose Lehrstunde erteilt und ist ins Halbfinale eingezogen. Auch Haas-Bezwinger Lleyton Hewitt schaffte den Sprung ins Semifinale.
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New York - Nach Tennis-Olympiasieger Jewgenij Kafelnikow aus Russland hat der Australier Lleyton Hewitt das zweite Halbfinale der US Open in New York erreicht. Der 20-Jährige gewann am Freitagmorgen das Duell der Jungstars gegen den ein Jahr jüngeren US-Amerikaner Andy Roddick. Nach 3:42 Stunden siegte Hewitt knapp mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:4, 3:6, 6:4 und zog wie im Vorjahr in die Runde der letzten Vier ein.

Russisches Finale möglich


Hewitts Gegner Kafelnikow steht dort zum zweiten Mal nach 1999. Der 27-Jährige bezwang den brasilianischen Weltranglistenersten Gustavo Kuerten überraschend deutlich 6:4, 6:0, 6:3. Kuerten verpasste wie vor zwei Jahren die Chance, erstmals in die Vorschlussrunde der US Open einzuziehen. Für den dreimaligen French-Open-Sieger war es erst die vierte Niederlage gegen Kafelnikow im elften Aufeinandertreffen.

Kafelnikow, der Kuerten so gut wie gar keine Chance ließ, übermannten anschließend die Gefühle. "Ich kann überhaupt nicht ausdrücken, was ein russisches Endspiel für mich bedeuten würde", so der 27-Jährige aus Sotschi nach dem unerwartet glatten Erfolg über den Weltranglistenersten aus Brasilien. Kafelnikow benötigte nur anderthalb Stunden zum Sieg gegen Kuerten, den er bereits auf dem Weg zum Olympiagold in Sydney im Viertelfinale geschlagen hatte. Mit dem Sieg revanchierte er sich außerdem für drei Viertelfinal-Pleiten in Paris, nach denen Kuerten jeweils die French Open gewonnen hatte.

"Ein Bier trinken gehen"


In Flushing Meadows gab der brasilianische Sandplatz-Spezialist nach verpassten Breakchancen zum 5:4 im ersten Satz sage und schreibe elf Spiele in Folge ab. Damit bleibt die Runde der letzten Acht, die er schon vor zwei Jahren erreicht hatte, sein bestes Resultat bei den US Open. "Mir hat die Energie gefehlt. Alles ist mir schwer gefallen: laufen, aufschlagen, meine Bälle spielen", gab Kuerten zu. Er blieb sich trotz aller Enttäuschung aber selbst treu: "Das Gute daran ist: Ich kann abends schön essen gehen, ein Bier trinken und ausgehen."

Das zweite Semifinale bestreiten ebenfalls am Samstag in einer Neuauflage des Vorjahresfinales Titelverteidiger Marat Safin aus Russland und Pete Sampras. Der viermalige US-Open-Sieger hatte seinen US-Landsmann Andre Agassi in einem hochklassigen Match mit vier Tie-Breaks besiegt.