US Open Federer im Finale, Nadal gegen Murray abgebrochen
Hamburg - Nadal lag gegen Murray 2:6, 6:7, 3:2 zurück, als das Match wegen heftiger Regenfälle abgebrochen werden musste. Ausläufer des Hurrikans "Hannah" machten eine Fortsetzung des Duells unmöglich, es wird nun am Sonntag (22.00 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder aufgenommen. Zuvor hatte Roger Federer gerade noch rechtzeitig sein Match gegen Novak Djokovic aus Serbien beendet. Er siegte nach 2:45 Stunden 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 und zog damit zum fünften Mal hintereinander ins Finale der US Open ein. Das Endspiel wird zum ersten Mal seit 1987 erst am Montag (23.00 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ausgetragen.
In den vergangenen vier Jahren triumphierte Federer jeweils beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, 2007 hatte er sich im Finale gegen Djokovic durchgesetzt. Für Federer war es in New York der 33. Sieg in Folge, dabei zeigte er vor 20.000 Zuschauern gegen Djokovic eine starke Leistung. Den ersten Durchgang entschied er ohne Mühe in nur 24 Minuten für sich. Im zweiten Satz schwächelte der Weltranglistenzweite ein wenig und musste zweimal seinen Aufschlag abgeben.
Djokovic witterte seine Chance und setzte den 27-Jährigen stark unter Druck. Doch Federer behielt die Nerven - und konnte sich in den entscheidenden Situationen vor allem auf seinen Aufschlag verlassen. Insgesamt gelangen dem Schweizer 20 Asse. "Mein Aufschlag kam sehr gut, er war einer der Erfolgsgaranten", so Federer.
Beim Stand von 6:5 im dritten Durchgang gelang ihm ein Zauberball: Einen Schmetterschlag seines Kontrahenten brachte der Titelverteidiger mit einem eigenen Überkopfball zurück ins Feld und ebnete so den Weg zum Satzgewinn. "Ich glaube, das hat seinen Siegeswillen etwas gebrochen", sagte Federer. Im vierten Durchgang gab er sich keine Blöße mehr und verwandelte gleich seinen ersten Matchball zum Einzug ins Finale.
Der Doppel-Olympiasieger von Peking erreichte damit das insgesamt 17. Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere und schloss zu Tennis-Ikone Rod Laver (Australien) auf. Nur der gebürtige Tscheche Ivan Lendl (19) und der US-Amerikaner Pete Sampras (18) stehen in dieser Statistik noch vor Federer.
hut/sid/dpa