US Open: Federer im Halbfinale, Djokovic ausgebuht - DER SPIEGEL
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US Open Federer im Halbfinale, Djokovic ausgebuht

Roger Federer setzte sich in drei Sätzen gegen den starken Qualifikanten Gilles Muller durch, musste dabei aber gleich zweimal in den Tiebreak. Sein Halbfinalgegner Novak Djokovic warf den Lokalmatador raus und legte sich mit den Zuschauern an.
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Hamburg - Der vormalige Weltranglistenerste besiegte Muller im Viertelfinale 7:6 (7:5), 6:4, 7:6 (7:5). Für seinen Erfolg benötigte Federer 2:25 Stunden. Im Halbfinale trifft der Schweizer auf Novak Djokovic aus Serbien, der Lokalmatador Andy Roddick besiegte. Das andere Halbfinale bestreiten der Weltranglistenerste Rafael Nadal aus Spanien und der Schotte Andy Murray.

Federer, die Nummer zwei der Welt, tat sich im Duell mit dem in der Rangliste um 128 Plätze schwächer platzierten Muller lange Zeit schwer, konnte aber dennoch seine Rekordserie auf 18 Halbfinal-Teilnahmen bei Grand-Slam-Turnieren in Folge schrauben. Besonders gegen die starken Aufschläge des Linkshänders aus Luxemburg fand Federer oft keine Mittel.

So konnte der erneut nicht gänzlich überzeugende 27 Jahre alte Profi im ersten Durchgang erst seinen sechsten Satzball nutzen. Muller ist erst der zweite Profi in der Geschichte der US Open, der als Qualifikant ins Viertelfinale vorgedrungen war. Zuvor hatte der 25-Jährige unter anderem den Deutschen Thomas Haas bezwungen.

Djokovic wird bei seiner Revanche gegen Titelverteidiger Roger Federer im Halbfinale wohl auch gegen das Publikum spielen müssen. Erst warf der Vorjahresfinalist im Viertelfinale US-Profi Roddick mit 6:2, 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) aus dem Rennen, dann attackierte der Serbe beim üblichen Interview auf dem Court nach dem Match noch seinen Gegner.

"Andy hat neulich gesagt, dass ich 16 Verletzungen während meines letzten Matches hatte. Das ist anscheinend nicht so", sagte Djokovic nach dem Sieg über Roddick und spielte auf die ironischen Bemerkungen seines Gegners zwei Tage zuvor an.

Roddick war offenbar der Meinung, dass Djokovic seine Probleme mit der Hüfte, der Wade, dem Magen und der Kondition beim Fünfsatz-Sieg über den Spanier Tommy Robredo nur vorgetäuscht hatte. Roddick, der für seine flapsigen Bemerkungen bekannt ist, hatte bei Djokovics tatsächlichen oder vermeintlichen Beschwerden auch die Vogelgrippe aufgezählt.

"Das war nicht nett von ihm", sagte Djokovic nach dem Match gegen Roddick. Die lauten Buhrufe der Fans im ausverkauften Stadion kommentierte der Serbe: "Die Leute sind sowieso schon gegen mich, weil sie denken, dass ich alles nur vortäusche."

Roddick sagte: "Es tut mir leid, dass er es so verstanden hat. Ich denke nicht, dass ich zu weit gegangen bin. Vielleicht habe ich ihm sogar einen Gefallen getan."

Regen und Wind gefährden Terminplan

Die Veranstalter in New York müssen um die Einhaltung des Spielplans fürchten und schließen einige Terminänderungen wegen der schlechten Wettervorhersage für Samstag nicht aus. Ursprünglich sollten am "Super Saturday" nachmittags die Männer-Halbfinals und am Abend das Frauen-Finale stattfinden.

Bedingt durch die Ausläufer des Tropensturms "Hanna" sind allerdings für den ganzen Tag starke Regenfälle und Winde vorhergesagt. Der US-amerikanische Tennis-Verband (Usta) teilte am Donnerstag mit, dass die Durchführung der Männer-Partien oberste Priorität genießt, da das Finale wie gewohnt am Sonntag stattfinden soll.

Das Endspiel der Frauen könnte theoretisch von Samstag auf Sonntag verlegt werden und vor dem der Männer ausgetragen werden. Eine Entscheidung will die Usta am Freitag bekannt geben. Zuletzt waren die US Open 1987 um einen Tag verlängert und erst an einem Montag beendet worden.

ach/sid

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