US-Open-Generalprobe: Haas im Finale gegen Sampras - DER SPIEGEL
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US-Open-Generalprobe Haas im Finale gegen Sampras

Beim letzten Turnier vor den Montag beginnenden US Open präsentiert sich Tommy Haas in guter Verfassung. In Long Island hat er das Endspiel erreicht.
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New York - Tommy Haas lässt hoffen: Mit dem Finaleinzug beim letzten Vorbereitungsturnier in Long Island glückte dem Hamburger eine überzeugende Generalprobe für die 115. US Open, die am Montag in New York beginnen. Der 23 Jahre alte Tennisprofi bezwang Australian-Open-Finalist Arnaud Clement aus Frankreich 6:3, 7:6 (7:3).

Im Endspiel gegen Sampras


Finalgegner der deutschen Nummer in Long Island ist Pete Sampras. Der mit 13 Titeln erfolgreichste Teilnehmer an Grand-Slam-Turnieren gewann sein Halbfinale gegen den Schweden Thomas Johansson 7:5, 6:3 gewonnen.

Haas äußerte sich nach dem Sieg gegen Clement zufrieden mit seiner US-Open-Vorbereitung. Schon vor drei Wochen beim Masters-Turnier in Montreal konnte er den kleinen Franzosen deutlich bezwingen. "Ich warte jetzt geduldiger auf meine Chancen und gebe alles. In dieser Form werde ich nächste Woche nur schwer zu schlagen sein", tönte der Olympia-Zweite, der sein erstes Spiel in Flushing Meadows gegen den Niederländer John van Lottum bestreitet.

Björn Phau qualifiziert


Daviscup-Kollege Nicolas Kiefer hingegen will bei seinem "Lieblingsturnier" mit einem neuen Betreuerstab zu alter Leistungsstärke zurückfinden. Der letztjährige Viertelfinalist, der sich von seinem Trainer Lars Wahlgren "im freundlichen Einvernehmen" getrennt hat, reist mit Joachim Kretz, dem bisherigen Coach des Oberhauseners Jens Knippschild, sowie einem eigenen Physiotherapeuten zu den US Open an. Kiefer spielt zum Auftakt gegen Rainer Schüttler (Bad Homburg).

15 deutsche Profis - sechs Herren und neun Damen - gehen in New York an den Start. Neben dem Daviscup-Quartett Haas, Kiefer, Schüttler und David Prinosil sind noch Lars Burgsmüller und Qualifikant Björn Phau dabei. Prinosil trifft auf George Bastl, Burgsmüller auf dessen Schweizer Landsmann Roger Federer und Phau auf den Schweden Thomas Enqvist.

Überraschung aus Leimen


Bei den Damen schaffte die bisher unbekannte Nina Dubbers den Sprung in das Feld der 128 Spielerinnen. Die 21-Jährige aus der Becker-Stadt Leimen hatte bei den US Open erstmals den Anlauf auf ein Grand-Slam-Turnier gewagt. Als Gegnerin wartet nun Sandrine Testud (Frankreich). Anke Huber muss sich bei ihren letzten US Open gegen die vorjährige Junioren-Siegerin Maria Emilia Salerni (Argentinien) durchsetzen, gegen die sie jüngst beim Fed-Cup in drei Sätzen gewonnen hatte.

Bianka Lamade hat Jewgenia Kulikowskaja (Russland), Martina Müller die Tschechin Denisa Chladkowa zur Gegnerin. Marlene Weingärtner, Andrea Glass, Anca Barna, Barbara Rittner und Jana Kandarr müssen sich allesamt mit Amerikanerinnen messen. Vor scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen Glass gegen die an Nummer drei gesetzte Lindsay Davenport und Barna gegen die Siegerin von 1999, Serena Williams.

Deren ältere Schwester Venus geht nach ihrem Erfolg beim Turnier von New Haven im US-Bundesstaat Connecticut erneut als Favoritin in das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Die Titelverteidigerin und Wimbledon-Gewinnerin bezwang Davenport 7:6 (8:6), 6:4.