US Open Haas fordert "Pistol-Pete" heraus
New York - Haas ließ sich vom schlechten Wetter in New York nicht aus dem Tritt bringen. Der 24-Jährige besiegte Enqvist mit 6:4, 3:6, 3:6, 6:4, 6:4. Das Match gegen den Schweden hatte am Tag zuvor beim Spielstand von 6:4 für Haas wegen Regens abgebrochen werden müssen.
Im Achtelfinale des mit 16,1 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Turniers trifft der an Nummer drei gesetzte Haas in der Nacht zum Mittwoch auf Pete Sampras. Der 31 Jahre alte Rekord-Grand-Slam-Sieger aus den USA (Spitzname: "Pistol-Pete") bezwang den Briten Greg Rusedski mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:3), 3:6, 6:4.
Haas erfüllt sich Kindheitstraum
"Das ist eines von den Spielen, die man als Kind sieht und danach Profi werden will - im Arthur-Ashe- Stadion gegen einen der größten Spieler aller Zeiten", sagte Haas in Hinblick auf das Match gegen Sampras, der seit seinem siebten Wimbledon-Sieg vor zwei Jahren kein Turnier mehr für sich entscheiden konnte.
Haas gewann von bislang sieben Vergleichen gegen Sampras die letzten drei: beim World Team Cup 2000 in Düsseldorf, 2001 im Finale von Long Island und zuletzt beim Masters-Turnier in Toronto. In New York ist Sampras an 17 gesetzt - so niedrig wie nie zuvor in seiner Karriere.
Henman blamiert sich gegen Chela
Der Dauerregen in New York hatte am Montag erneut den Spielplan durcheinander gebracht. Die Spiele in Flushing Meadows begannen mit mehr als siebenstündiger Verspätung. Dafür hielt das volle Abendprogramm einige Überraschungen bereit. Mit Titelverteidiger Lleyton Hewitt (Australien/1), Haas (3) und Andre Agassi (USA/7) sind bei den Herren nur noch drei der in den Top Ten gesetzten Spieler im Turnier.
Wimbledon-Halbfinalist Tim Henman (Großbritannien/5) schied gegen den Argentinier Juan-Ignacio Chela in der dritten Runde ebenso mit einer Dreisatz-Niederlage aus wie Juan Carlos Ferrero (Spanien/7) gegen den Chilenen Fernando Gonzalez. Hewitt und Agassi erreichten am Montag als erste Spieler bereits das Viertelfinale, das der Schweizer Roger Federer nach seiner 3:6, 6:7 (5:7), 4:6-Niederlage gegen den Weißrussen Max Mirnyi verpasste.
Belgien in Not
Bei den Damen mussten sich am Montag (Ortszeit) zwei belgische Spielerinnen aus dem Wettbewerb verabschieden. Justine Henin, Wimbledon-Finalistin des Vorjahres, verlor gegen Daniela Hantuchova mit 1:6, 6:3, 6:7 (4:7). Die Slowakin fordert am Dienstag im Viertelfinale die Weltranglistenerste Serena Williams (USA) heraus.
Kim Clijsters musste sich der Französin Amelie Mauresmo mit 6:4, 3:6, 5:7 geschlagen geben. Mauresmo trifft nun auf Jennifer Capriati (USA), die wie ihre Landsfrau Lindsay Davenport auf dem Weg in die Runde der letzten Acht noch keinen Satz abgegeben hat. Als einzige nicht gesetzte Spielerin hat die Russin Jelena Bowina das Viertelfinale erreicht.