US Open: Hewitt demontiert Kafelnikow - DER SPIEGEL
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US Open Hewitt demontiert Kafelnikow

Dank eines leicht errungenen Dreisatz-Erfolgs über Jewgenij Kafelnikow steht Lleyton Hewitt im Finale der US Open. Es ist das erste Grand-Slam-Endspiel des Australiers.
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New York - Lleyton Hewitt machte im ersten Halbfinale der US Open mit seinem Gegner Jewgenij Kafelnikow kurzen Prozess und stürmte mit dem 6:1, 6:2, 6:1 in nur 79 Minuten in das erste Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Der 20-jährige Australier, der am Samstag bereits das 63. Match dieses Jahres absolvierte, trifft dort auf Pete Sampras, der sich gegen Titelverteidiger Marat Safin (Russland) mit 6:3, 7:6, (7:5), 6:3 durchsetzte.

Im sechsten Aufeinandertreffen der beiden profitierte Hewitt vom klassischen Fehlstart seines Gegners, der sich allein im nur 24 Minuten kurzen ersten Durchgang 15 vermeidbare Fehler leistete und am Ende die höchste Halbfinal-Niederlage in der Geschichte der US Open kassierte. "Das Spiel Kafelnikows liegt mir. Es wird ein offensiver Schlagabtausch", hatte Hewitt vor der Begegnung angesichts seiner bisherigen vier Erfolge gegen den Russen auf Optimismus gemacht.

Dass dieser ihm die Begegnung jedoch auf dem Silbertablett servierte, dürfte selbst den quirligen Mann aus Adelaide überrascht haben. Kafelnikow fand an diesem Tage nie ins Spiel, warf schon nach Hewitts Break zum 3:1 im zweiten Durchgang frustriert seinen Schläger weg.

Kafelnikow verabschiedete sich sang- und klanglos von den US Open, Boris Becker trat gar nicht erst zu seinem seit Tagen vollmundig angekündigten Showkampf gegen John McEnroe an. Aufgrund einer Verletzung am linken Knöchel muss der Leimener auf Anraten der Ärzte seine Comeback-Pläne um mindestens zwei Wochen verschieben. Zumindest Beckers ehemaligen Weggefährten Andre Agassi störte der Ausfall wenig. Auf die Frage nach dem Favoriten für den Showdown mit McEnroe hatte der zukünftige Graf-Ehemann nur mit den Schultern gezuckt: "Das hätte mich vor ein paar Jahren interessiert, als beide noch ihr bestes Tennis spielten. Damit ist es jetzt vorbei."