US Open Kiefer weiter, Mayer raus
New York - Mayer, der gegen Altstar Andre Agassi gut mithielt, musste in seinem Zweitrundenmatch gegen den Amerikaner beim Stand von 5:7, 6:2, 2:6, 0:1 wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel aufgeben.
Kiefer bestätigte am Abend mit dem 7:6 (7:0), 6:3 und 7:6 (7:4) gegen den Rusedski-Bezwinger Saulnier seine hervorragende Form des Sommers, die ihm zuvor schon vier Finalteilnahmen (Memphis, Scottsdale, Los Angeles, Indianpolis) beschert hatte.
Der Silbermedaillen-Gewinner von Athen im Doppel bewies gleich im ersten Satz seine Nervenstärke, als er erst einen 2:5-Rückstand aufholte und später einen Satzball abwehrte. Im Tiebreak stellte Kiefer dann mit einem 7:0 die Weichen auf Sieg. Kiefer brauchte gegen den resignierenden Franzosen fortan nur noch geduldig auf Fehler zu warten. Ein schnelles Break zum 2:0 gab Kiefer noch mehr Sicherheit. Im dritten Satz blieb der Niedersachse auch noch bei drei Satzbällen für Saulnier ruhig und sorgte - erneut im Tie-break - für die Entscheidung.
"Das war ein hartes Stück Arbeit. Ich habe durch Kämpfen und Fighten gewonnen, meine alte Stärke", sagte Kiefer "Meine Strategie ist nicht aufgegangen, aber ich habe andere Mittel gefunden. Das freut mich tierisch."
In der dritten Runde trifft der an Nummer 19 gesetzte Kiefer voraussichtlich am Samstag auf Thomas Johansson. Der Schwede hatte kurz zuvor den French-Open Sieger Gaston Gaudio aus Argentinien in vier Sätzen ausgeschaltet. "Das wird ein offener Schlagabtausch, da muss ich noch mehr drauflegen", sagte Kiefer. Die Niederlage in Wimbledon spiele keine Rolle mehr: "Das war ärgerlich, aber seitdem habe ich viel Selbstvertrauen gesammelt."
Neben Kiefer sind damit von den deutschen Herren nur noch Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber im Turnier. Beide betreiten ihre Zweitrundenmatches heute abend. Während Kohlschreiber auf den Spanier Feliciano Lopez trifft, muss Haas gegen den an Nummer 12 gesetzten Sebastien Grosjean aus Frankreich antreten.