US Open: Kusnetsowas verhaltener Siegesjubel - DER SPIEGEL
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US Open Kusnetsowas verhaltener Siegesjubel

Für Swetlana Kusnetsowa war es der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Doch die Russin, die ihre Landsfrau Jelena Dementjewa im Finale der US Open besiegt hatte, war mit ihren Gedanken weit weg von ihrem sportlichen Triumph.
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New York - "Ich möchte diesen Pokal den Menschen widmen, die hier am 11. September 2001 und zuletzt zu Hause in Russland gestorben sind", sagte Kusnetsowa. Das Finale in New York hatte die 19-Jährige gegen Dementjewa 6:3, 7:5 gewonnen. Für ihren Erfolg erhält Kusnetsowa, die zusammen mit Jelena Lichowtsewa heute auch im Doppel-Endspiel steht, eine Prämie von einer Million Dollar. Dementjewa, die schon das Finale der French Open verloren hatte, bekommt die Hälfte.

Vor dem Endspiel hatte es eine Gedenkminute für die Opfer der Terroranschläge von New York und des Geiseldramas von Beslan gegeben. Beide Spielerinnen trugen schwarze Schleifen zum Gedenken an die Tragödie in ihrer Heimat. Kusnetsowa sorgte mit ihrem Erfolg für den dritten russischen Grand-Slam-Titel bei den Damen nacheinander. In Wimbledon hatte sich Maria Scharapowa durchgesetzt, bei den French Open war Anastasia Myskina nicht zu schlagen.

"Unglaublich, es ist wie ein Schock für mich", sagte Kusnetsowa über ihren Triumph beim traditionsreichen Turnier in Flushing Meadows. "Es ist ein großer Tag für mich. Ich habe alles getan, was ich konnte und bin zufrieden mit meinem Abschneiden", bilanzierte Dementjewa. Dann wandte sich die 22-Jährige an die 20.000 Zuschauer und bat sie, "alles gegen den Terrorismus zu tun". Anschließend legten die Zuschauer auf ihren Wunsch eine weitere Schweigeminute ein.