Roger Federer scheitert bei US Open überraschend an Außenseiter - DER SPIEGEL
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US Open Zehn Doppelfehler - Federer scheitert an Außenseiter

Sensation in Flushing Meadows: Nie war der Australier John Millman zuvor bei einem Grand-Slam-Turnier über die dritte Runde hinausgekommen. Gegen Roger Federer gelang ihm nun der größte Sieg seiner Karriere.
Roger Federer
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Foto: JASON SZENES/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Der langjährige Tennis-Weltranglistenerste Roger Federer ist unerwartet im Achtelfinale der US Open ausgeschieden. Der fünfmalige New-York-Champion aus der Schweiz unterlag dem ungesetzten australischen Außenseiter John Millman in der Nacht zum Dienstag 6:3, 5:7, 6:7 (7:9), 6:7 (3:7).

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Der 29 Jahre alte Millman ist die Nummer 55 der Welt und trifft nach dem größten Erfolg seiner Karriere am Mittwoch auf Novak Djokovic. Für Millman war es der erste Sieg überhaupt gegen einen Top-Ten-Spieler, seine zehn bisherigen Duelle gegen Federer hatte er ausnahmslos verloren.

Nach 3:35 Stunden machte Millman den Triumph perfekt, ohne danach zu feiern. "Ich kann es kaum glauben, ich habe so viel Respekt vor Roger, er ist ein Held von mir", sagte Millman bescheiden. "Heute war er sicher nicht in Bestform - aber ich nehme das mit."

Roger Federer (l.), John Millman

Roger Federer (l.), John Millman

Foto: Eduardo Munoz Alvarez / AFP

Federer unterliefen mehr als 70 vermeidbare Fehler, vor allem sein Aufschlag ließ den 37-Jährigen im Stich. Federer servierte zehn Doppelfehler, die Quote der ersten Aufschläge lag unter 50 Prozent. Offensichtlich hatte Federer Probleme mit den Bedingungen, selbst am späten Abend waren es in New York noch immer fast 30 Grad, bei einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. "Alles ist nass. Das Hemd ist nass, die Hand ist nass. Das macht alles noch schwieriger", sagte er, als er eine Stunde nach dem frühesten Aus in New York seit fünf Jahren frisch geduscht im klimatisierten Inneren der Arthur-Ashe-Stadiums die schwere Niederlage Revue passieren ließ und endlich wieder frei atmen konnte.

"Es war sehr heiß, eine der Nächte, in denen man keine Luft bekommt. Damit hatte ich heute Probleme, warum auch immer. Das ist mir selten zuvor passiert. Das ist keine Schande. So etwas kommt vor", sagte Federer.

In 40 Matches zuvor hatte Federer in Flushing Meadows nie gegen einen Spieler verloren, der außerhalb der Top 50 platziert war. Von 2004 bis 2008 hatte er die US Open fünfmal in Folge gewonnen, seitdem aber nur noch einmal (2015) das Endspiel erreicht.

chh/dpa/sid