US Open: Schwerstarbeit für Haas - DER SPIEGEL
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US Open Schwerstarbeit für Haas

Auch Thomas Haas musste in seinem Erstrundenmatch bei den US Open über die volle Distanz gehen. Doch im Gegensatz zu Nicolas Kiefer hatte der deutsche Daviscupspieler das bessere Ende für sich.
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New York - Der an Nummer drei gesetzte Haas setzte sich am Mittwoch gegen den Spanier David Sanchez erst nach 3:23 Stunden mit 7:6 (1:7), 3:6, 3:6, 6:4, 7:5 durch und bekommt es in der zweiten Runde nun mit Karol Kucera aus der Slowakei zu tun.

Der 24-jährige Hamburger hatte gegen den im Champions Race 60 Plätze hinter ihm geführten spanischen Nobody mehr Mühe, als ihm lieb war. Sanchez hatte in New York noch nie die erste Runde überstanden und diesen Sommer noch kein Hartplatzspiel gewonnen. Haas fehlte wegen anhaltender Probleme im Schlagarm offenbar aber die Fitness, um seinen Gegner mit weniger Aufwand in Schach halten zu können.

Im letzten Satz lag Haas bereits mit 0:3 hinten, kämpfte sich zurück ins Spiel und verschmerzte beim Schlussakt sogar drei Doppelfehler in Serie, bevor er den vierten Matchball verwandeln konnte. "So was passiert nicht allzu oft", gestand Haas, "es hilft aber fürs Selbstvertrauen, dass ich in der Lage bin, ins Spiel zurückzukommen."

Auch Alexander Popp eine Runde weiter

Neben Haas erreichte auch Alexander Popp die zweite Runde. Der Mannheimer bezwang den Schweden Andreas Vinciguerra mit 7:6 (7:4), 7:6 (12:10), 6:2 und trifft jetzt auf den Armenier Sargis Sargsian, der Wimbledon-Finalist David Nalbandian (Argentinien) mit 6:1, 6:4, 6:4 ausgeschaltet hatte.

Popp bemühte sich nach seinem Auftaktsieg indes, die Erwartungen klein zu halten. "Ich habe nicht gut gespielt. Meine größte Leistung war, dass ich versucht habe, mich nicht aufzuregen", sagte der 2,01 Meter große deutsche Tennisprofi. So im Tiebreak des zweiten Satzes, als Popp erst den vierten Satzball verwandeln konnte. "Da habe ich es fast geschafft, mich selbst zu schlagen."

Sampras ohne Probleme

Seinen nächsten Gegner Sargsian kennt Popp nur aus einer gemeinsamen Trainingseinheit. "Ein Sieg ist nicht unrealistisch, wenn ich wesentlich besser spiele", sagte er vor dem Duell mit der Nummer 92 der Weltrangliste. Popp selbst ist an Nummer 89 notiert und auf dem Weg zurück zu seiner besten Platzierung im Juli 2000 (74).

Rekord-Grand-Slam-Sieger Pete Sampras (USA) meisterte seine Auftakthürde gegen den spanischen Sandplatz-Spezialisten Albert Portas ohne Mühe mit 6:1, 6:4, 6:4. Die Weltranglisten-Erste Serena Williams fegte auf dem Weg in die dritte Runde die 16-jährige Grand-Slam-Debütantin Dinara Safina aus Russland in 40 Minuten mit 6:0, 6:1 vom Platz. Dagegen unterlag die Weltranglisten-Vierte Jelena Dokic aus Jugoslawien der Russin Jelena Bowina mit 3:6, 2:6.