US Open: Venus Williams gewinnt Schwesternduell - DER SPIEGEL
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US Open Venus Williams gewinnt Schwesternduell

In zwei Sätzen setzte sich Venus Williams klar im Finale der US Open gegen ihre jüngere Schwester Serena durch. Es ist der vierte Grand-Slam-Erfolg der 21-Jährigen.
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New York - Titelverteidigerin Venus Williams hat den "Sister Act" im Finale der US Open klar gewonnen, doch sofort nach dem Matchball umarmte sie ihre kleine Schwester Serena, 19, und entschuldigte sich mit einem "I love you" für den 6:2, 6:4-Erfolg. "Als Jüngere hätte ich mich heute vielleicht mehr über den Sieg gefreut, meinte Venus nachdenklich. Doch Geschwisterliebe hin oder her, nicht einmal Serena konnte ihr auf dem Weg zum vierten Grand-Slam-Triumph einen Satz abnehmen.

Mit dem ersten Endspiel zwischen zwei Schwestern bei einem der vier größten Turniere seit Wimbledon 1884 haben die Williams-Sisters Sportgeschichte geschrieben. Doch das Match selbst wird nicht aufgrund seiner Qualität in die Geschichtsbücher eingehen: Nach einer 2:1-Führung gab Serena sieben Spiele in Folge ab. Erst ab der Mitte des zweiten Satzes wurde die Partie hochklassiger. Doch nach nur 68 Minuten stand Venus' fünfter Erfolg im Familienduell fest. Damit gewann die Olympiasiegerin wie im Vorjahr die Titel in Wimbledon und New York, wo sie am Samstag einen Siegerscheck über 850.000 Dollar erhielt. Bei den US Open hatte zuletzt Steffi Graf 1995 und 1996 zwei Mal in Folge triumphiert.

"Es ist ein bisschen merkwürdig", erklärte Venus Williams während der Siegerehrung vor den 23.000 Fans im Arthur-Ashe-Stadium ihren verhaltenen Jubel. "Als große Schwester will ich, dass sie immer gewinnt. Ich kümmere mich darum, dass sie alles hat. Ich liebe sie zu sehr." Serena lachte zwar, wischte sich aber ein paar Mal die Augen. "Sie hat es ernst gemeint, aber ich habe ihr gesagt: Das Leben ist kurz, also nimm den Sieg", erzählte sie. "Ich habe diesmal zu viele Kämpfe gekämpft: gegen den Wind, mich und Venus." Doch nervös sei sie nicht gewesen: "Ich weiß, wie so ein Finale hier läuft", sagte die Siegerin von 1999.

Aufregend sei jedoch gewesen, dass sich so viele Prominente aus Sport, Show und Business das Finale angesehen hätten. Im Publikum saßen Boris Becker und Carl Lewis, Robert Redford und Bruce Willis sowie Regisseur und Williams-Fan Spike Lee, Rapper Puff Daddy und Immobilien-Mogul Donald Trump.