US-Sport New Jersey Devils stehen kurz vor dem Triumph
Dallas - Im vierten Playoff-Finalspiel bei den Titelverteidigern Dallas Stars setzten sich die New Jersey Devils mit 3:1 durch. Damit führen die Champions von 1995 in der Serie "Best of seven" ebenfalls mit 3:1. In eigener Halle können die Devils am Donnerstag nun alles perfekt machen.
Doch: "Der letzte Schritt ist immer der schwerste", warnte Devils-Headcoach Larry Robinson seine Schützlinge vor zu großer Selbstsicherheit. Dabei verwies er auf den Basketball-Thriller vom Vortag im NBA-Conference-Finale zwischen den Los Angeles Lakers und Portland Trail Blazers, das die Lakers nach einer unglaublichen Aufholjagd doch noch gewannen. "Das ist Sport. Und das kann uns auch passieren. Die Stars sind noch nicht erloschen", meinte Robinson.
Erneut bewies sein Team Aggressivität, Leidenschaft und Siegeswillen. 31 Schüsse bekam Stars-Torhüter Ed Belfour auf sein Gehäuse. Auf das Devils-Tor schossen die gastgebenden Stürmer aber nur 17-mal. Einmal hatte sie auch Grund zum Jubel, als Joe Nieuwendyk in der 38. Minute zur Führung traf. Mit Beginn des Schlussdrittels brach dann aber das Unheil über die Stars herein. Durch drei individuelle Fehler zwischen der 42. und 47. Minute zogen die Devils durch Sergej Brylin, Brian Rafalski und John Madden, der sogar in Unterzahl traf, auf 3:1 davon.
"Jeder Fehler endete in unserem Netz", stellte Stars-Stürmer Mike Keane verärgert fest. Headcoach Ken Hitchcock verzog wie immer keine Miene und meinte: "Plötzlich hatten wir kein Herz mehr". Jetzt müsse sein Team in die Hölle, "doch wir scheuen das Feuer nicht. Wir wollen noch einmal in die Serie zurückkommen", kündigte der Trainer an. Seine Spieler denken keinen Deut anders. Torjäger Mike Modano: "Solange wir eine Chance haben, sind wir nicht unterzukriegen."