USADA will mit Antrag Armstrongs Klage entkräften - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dopingvorwürfe Usada fordert Ablehnung von Armstrong-Klage

Die nationale Anti-Doping-Agentur der USA hat im Rechtsstreit mit Lance Armstrong einen neuen Antrag eingereicht. Dieser soll die überarbeitete Klage Armstrongs entkräften. Der Rekordsieger der Tour de France will gerichtlich gegen die Dopingermittlungen der Behörde vorgehen.
Ex-Radprofi Armstrong (Archiv): Im Rechtsstreit mit der Usada
Ex-Radprofi Armstrong (Archiv): Im Rechtsstreit mit der Usada

Ex-Radprofi Armstrong (Archiv): Im Rechtsstreit mit der Usada

Foto: Guillaume Horcajuelo/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die nationale Anti-Doping-Agentur der USA (Usada) hält an ihren Anschuldigungen gegen Lance Armstrong fest und hat einen Antrag eingereicht, der auch die zweite, überarbeitete Klage des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers entkräften soll. "Im Auftrag aller sauberen Athleten werden wir weiterhin unserer Pflicht nachgehen, jeden mutmaßlichen Täter gleich zu behandeln, egal wie berühmt er ist", sagte Usada-Chef Travis Tygart.

Die Usada sprach von 30 verschiedenen Behauptungen in der Klage, die nicht belegt seien. Dazu zähle Armstrongs Argument, die Agentur habe nicht das Recht, über ihn zu urteilen. Dem widersprach Agenturchef Tygart mit Hinweis auf entsprechende Dokumente aus dem Jahr 2005.

Armstrong habe "klar verstanden, dass er Teil des Usada-Protokolls war, einschließlich des Ergebnismanagements und der Regeln für die Rechtsprechung". Der Antrag beinhaltet auch eine eidesstattliche Erklärung von Tygart, dass Armstrong zu diesen Sportlern gehört und an einem Testprogramm der Usada teilgenommen habe.

Armstrong war vor einem Amtsgericht im texanischen Austin mit einer ersten Klage gescheitert und hatte in der vorigen Woche eine überarbeitete und gekürzte Version vorgelegt. Der ehemalige Radprofi will gerichtlich gegen die Ermittlungen der Usada vorgehen. Diese hatte den Anfang 2011 endgültig zurückgetretenen US-Amerikaner im Juni formal des Dopings angeklagt.

Die Behörde stützt sich auf zehn Zeugen, zu denen auch Armstrongs einstige Teammitglieder Tyler Hamilton und Floyd Landis zählen. Armstrong droht im Falle einer Verurteilung die Aberkennung seiner sämtlichen Tour-Titel. "Würden wir diesen Fall nicht vorbringen, würden wir uns der Vertuschung von Dopingbeweisen mitschuldig machen und keine gute Arbeit im Namen jener machen, die wir schützen sollen", sagte Tygart.

rei/dpa/sid