Val d'Isere: Herminator schlägt zu - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Val d'Isere Herminator schlägt zu

Der Österreicher Hermann Maier hat die dritte Weltcup-Abfahrt der Saison in Val d'Isere gewonnen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Val d'Isere - Zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag raste Maier mit einem Traumlauf auf der schnellen Piste zu seinem ersten Sieg, feierte im 99. Rennen seiner Karriere den 32. Weltcup-Erfolg und brach damit den Uralt-Rekord des großen Schweden Ingemar Stenmark. "Das war ein optimaler Tag", lobte sich Maier unter blauem Himmel ausnahmsweise einmal selbst.

Nach der Niederlage im letzten Überseerennen (6. im Super-G) habe er sich vorgenommen, in Europa "wieder Vollgas" zu geben: "Das ist mir gelungen und deshalb bin ich heute richtig glücklich. Mein Herz hängt eben doch am meisten an der Abfahrt." In 1:45,04 Minuten war Maier 0,31 Sekunden schneller als sein Landsmann Stephan Eberharter (1:45,35), der sich zum elftenmal in seiner Karriere hinter dem 28-Jährigen mit Platz zwei zufrieden geben musste.

Österreich feierte durch Fritz Strobl (1:45,59) und Andreas Schifferer (1:46,04) den ersten Vierfach-Erfolg der noch jungen Saison. Bester Deutscher war Florian Eckert.

Mit der hohen Startnummer 49 fuhr der Lenggrieser (1:46,75) auf den guten 18. Platz und überraschte nach einem desolaten Training (67. mit 9,85 Sekunden Rückstand) mit dem besten Weltcup-Resultat seiner Karriere. "Im Training wars ganz schlecht, da habe ich mich nicht gut gefühlt und nicht getraut", sagte der 21-Jährige nach seiner gelungenen Weltcup-Premiere in Val d'Isere.

Beim Auftakt der Saison in Sölden hatte Eckert noch unfreiwillig für Schlagzeilen gesorgt, als er den Start zum Riesenslalom verschlafen hatte. Stefan Stankalla (Partenkirchen) rundete das gute DSV-Ergebnis mit Platz 27 ab. Der verletzte Spitzenfahrer Max Rauffer wird nach einer Meniskus-Operation erst im Januar in den Weltcup zurückkehren.


Weltcup-Abfahrt der Herren in Val d'Isere/(Frankreich
1. Hermann Maier (Österreich) 1:45,04 Minuten
2. Stephan Eberharter (Österreich) 0,31 Sekunden zurück
3. Fritz Strobl (Österreich) 0,55
4. Andreas Schifferer (Österreich) 1,00
5. Didier Cuche (Schweiz) 1,11
6. Hans Knauss (Österreich) 1,23
7. Chrstoph Gruber (Österreich) 1,27
8. Rolf von Weissenfluh (Schweiz) 1,28
9. Franco Cavegn (Schweiz) 1,36
Hannes Trinkl (Österreich) 1,36
18. Forian Eckert (Lenggries) 1,71
27. Stefan Stankalla (Partenkirchen) 2,06
54. Christian Praßberger (Reit im Winkl) 3,82


Stand im Abfahrts-Weltcup (nach 3 Rennen):
1. Eberharter (Österreich) 240 Punkte
2. Maier (Österreich) 216
3. Kjus (Norwegen) 140
4. Fritz Strobl (Österreich) 131
5. Schifferer (Österreich) 108
24. Rauffer (Leitzachtal) 32
31. Eckert (Lenggries) 17
37. Stankalla (Partenkirchen) 10


Stand im Gesamt-Weltcup (nach 8 Rennen):
1. Maier (Österreich) 516 Punkte
2. Eberharter (Österreich) 409
3. Lasse Kjus (Norwegen) 371
4. Fredrik Nyberg (Schweden) 261
5. Schifferer (Österreich) 228
44. Max Rauffer (Leitzachtal) 32
60. Eckert (Lenggries) 19
65. Markus Eberle (Kleinwalsertal) 14
75. Stankalla (Partenkirchen) 10