Vendée Globe Retter Riou erleidet Mastbruch
Hamburg - Nach der dramatischen Rettung seines Landsmannes Le Cam ist der französische Skipper Vincent Riou bei der Einhand-Regatta Vendée Globe nun selbst in Not geraten. Der 27 Meter hohe Mast seiner Yacht "PRB" brach am Mittwochabend (Ortszeit) knapp zehn Seemeilen von Kap Hoorn entfernt. Das Rigg war bei der schwierigen Bergung Le Cams am Dienstag beschädigt worden.
Gemeinsam mit dem geretteten Le Cam bemühte sich Riou, ein Notrigg zu bauen, um damit Feuerland zu erreichen. Gleichzeitig setzte er ein sogenanntes "Pan-Pan"-Signal ab, das im Gegensatz zu einem SOS-Signal keine unmittelbare Gefahr signalisiert, sondern Hilfe und Geleitschutz erbittet. Das chilenische Schiff "Alacufe" sollte die vom Pech verfolgten Vendée-Globe-Segler in den nächsten Hafen begleiten - nun schleppt das Schiff die beiden ins chilenische Port Williams.
Riou war mit dem ebenfalls an der Regatta teilnehmenden Armel Le Cléac'h zu Le Cams Position umgeleitet worden, nachdem dessen Boot gekentert war und der 49-Jährige Franzose um sein Leben fürchtete. Riou hatte seinen Landsmann am Dienstagnachmittag als erster erreicht, noch deutlich vor der chilenischen "Alacufe". Was er sah, beschrieb Riou später den Rennorganisatoren: "Das Boot sank langsam, und ich konnte die Furcht in seinen Rufen hören", wird Riou zitiert.
Die "VM Matériaux" trieb kieloben, war also gekentert. Riou rief nach Le Cam und hörte dann die Antwort aus dem Inneren des Bootes. Mit einem kühnen Rettungsmanöver konnte Riou Le Cam am Dienstagabend aus seiner misslichen Lage befreien. Le Cam sei wohlbehalten an Bord von Rious Boot "PRB", teilten die Veranstalter der Regatta Vendée Globe mit.
Bis dann Riou selbst einen Hilferuf absendete.