Verletzt Friedeks Sydney-Teilnahme fraglich
Köln/Essen - Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek muss ernsthaft um seine Olympia-Teilnahme bangen. "Die Aussichten stehen etwa 50:50", erklärte Verbandsarzt Karlheinz Graff nach einer eingehenden Untersuchung in Essen: "Es lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob es sich bei seiner Verletzung um einen Anriss der Bizepssehne im Knie oder nur um eine starke Überdehnung handelt." Zuvor war in Köln eine Kernspintomographie vorgenommen worden.
Den für Montag geplanten Abflug hat der Leverkusener verschoben. Sollte eine deutliche Besserung eintreten, wird er erst fünf Tage später am 16. September direkt nach Sydney statt ins DLV-Vorbereitungscamp auf South Stradbroke Island anreisen. Bis dahin wird er vom Leverkusener Klubarzt Jürgen Ramacher behandelt. Die Dreisprung-Qualifikation findet am 23. September statt, das Finale zwei Tage später (25. September).
Nach Grit Breuer (Bandscheibenvorfall) und Marathonläuferin Katrin Dörre-Heinig (Trainingsrückstand) wäre Friedek bereits der dritte kurzfristige Ausfall eines Leistungsträgers des DLV.