Viererbob Olympiagold für Andre Lange
Salt Lake City - Andre Lange hat die große deutsche Tradition in der olympischen Entscheidung im Viererbob mit dem Gewinn der Goldmedaille eindrucksvoll fortgesetzt. Der 29-jährige Oberhofer raste mit seinen Anschiebern Enrico Kühn, Kevin Kuske und Carsten Embach in einer Gesamtzeit von 3:07,51 Minuten zu seinem ersten Olympiasieg und beerbte damit Nagano-Sieger Christoph Langen. Der 39-Jährige aus Unterhaching hatte beim Start zum zweiten Lauf im Eiskanal des Utah Olympic Parc einen Einriss der seit Monaten lädierten Plantarsehne unter der rechten Fußsohle erlitten und musste aufgeben.
Husarenritt im dritten Lauf
"Wir haben Olympia gewonnen. Das ist gewaltig, das ist der Hammer. Im dritten Lauf ist uns ein Husarenritt gelungen", jubelte Lange und versprach: "Heute Abend werden hier alle Dämme brechen". Carsten Embach, der bereits vor acht Jahren mit Wolfgang Hoppe Bronze im Vierer gewonnen hatte, war schier außer sich vor
Freude: "Dass es Gold geworden ist, ist überwältigend. Ich kann meine Gefühle gar nicht ausdrücken."
Den Grundstein für den sechsten Olympiasieg eines deutschen Piloten im Vierer legte Vize-Weltmeister Lange bereits im dritten Lauf, als er in 46,84 Sekunden die Konkurrenz schockte und einen Rückstand von neun Hundertstel auf den US-Amerikaner Todd Hays in einen beruhigenden Vorsprung von 0,29 verwandelte. "Da hat er der Konkurrenz etwas zum Grübeln gegeben", meinte Zweier-Olympiasieger Langen. Im Finale gab sich Lange keine Blöße und brachte den Sieg mit 0,30 Vorspung auf Hays souverän ins Ziel. Bronze gewann der zweite US-Bob von Brian Shimer.
Prinz Albert gestürzt
Einen spektakulären Sturz überstand der monegassische Prinz Albert im dritten Durchgang an den Lenkseilen von Bob Monaco I weitgehend unverletzt. Bei seinen fünften Olympischen Spielen belegte der 43-Jährige allerdings nur den 29. Rang. In der Vergangenheit hatte der Thronfolger der Grimaldis angekündigt, dass Salt Lake City seine letzten Spiele als Aktiver sein könnten.