Vuelta: Heras entthront Sevilla - DER SPIEGEL
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Vuelta Heras entthront Sevilla

Die schwerste Bergetappe der 57. Spanien-Rundfahrt brachte einen Wechsel an der Spitze. Roberto Heras entschied das 15. Vuelta-Teilstück für sich und löste Oscar Sevilla als Gesamtführenden ab.
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Angliru - Eine Woche vor Ende der 57. Spanien-Rundfahrt ist am Sonntag eine Vorentscheidung gefallen. Auf der schwersten Bergetappe auf den 1560 Meter hohen Angliru, mit Recht als härtester Anstieg im Radsport gefürchtet, musste der bisherige Spitzenreiter Oscar Sevilla die Führung in der Gesamtwertung an seinen spanischen Landsmann Roberto Heras abgeben.

Sevilla verlor 2:50 Minuten auf Heras, der die 15. Etappe über 176 Kilometer von Gijon auf den Angliru souverän für sich entschied. Zweiter hinter Heras wurde der Spanier Joseba Beloki mit 1:36 Minuten Rückstand.

In der Gesamtwertung hat Heras nun 35 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Aitor Gonzalez. Sevilla ist mit 1:08 Minuten Rückstand Gesamtdritter. Auf Platz vier und fünf rangieren mit Beloki und Iban Mayo zwei weitere Spanier.

Kein Fahrer konnte Heras-Attacke kontern

Heras, bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt wertvollster Helfer des vierfachen Tour-Siegers Lance Armstrong, hatte sechs Kilometer vor dem Ziel bei strömendem Regen und Nebel auf dem Schlussanstieg angegriffen. Keiner seiner Konkurrenten hatte der Attacke des US-Postal-Fahrers, der die Vuelta vor zwei Jahren gewonnen hatte, etwas entgegen zu setzen. Einige Fahrer schoben ihre Räder an den steilsten Stellen des Angliru, der bis zu 23 Prozent Steigung aufweist.

Erik Zabel (Unna) stand erwartungsgemäß am Sonntag nicht im Mittelpunkt des Geschehens, obwohl er zeitweise in einer zweiten Spitzengruppe fuhr. Sein großes Ziel für die letzte Vuelta-Woche ist die Verteidigung des rot-weißen Trikots des Punktbesten. Am Samstag hatte sich der Telekom-Kapitän auch im Sprint des Hauptfeldes im Kampf um Platz drei dem Italiener Angelo Furlan beugen müssen.

Aus für Telekom-Fahrer Andreas Klöden

Den Sieg im Ziel der 14. Etappe nach 190 Kilometern hatte sich der Russe Sergej Smetanin mit einer Solofahrt gesichert. Aber Zabel konnte mit Alessandro Petacchi (Italien) immerhin seinen ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Punktsieg auf den fünften Platz verweisen.

Am Sonntag hatte Team Telekom nach Alexander Winokurow und Sergej Jakowlew (Kasachstan) mit Andreas Klöden (Cottbus) den dritten Ausfall zu beklagen. Der vor zwei Jahren als neuer Star gefeierte Klöden stieg entkräftet vom Rad und gab auf. Montag steht der zweite Ruhetag der Vuelta auf dem Programm.