Vuelta Hondo knapp geschlagen
Albacete - Telekom-Profi Danilo Hondo aus Cottbus musste sich am Mittwoch auf der 153,5 Kilometer langen Etappe von Murcia nach Albacete nur dem Südafrikaner Robert Hunter (Lampre) geschlagen geben, der 3:18:46 Stunden benötigte. Dritter wurde der Australier Robbie McEwen (Domo Farm-Frites) vor Dimitri Fofonow aus Kasachstan sowie den Spaniern Angel Vicioso und Igor Flores.
Hondo, der beim diesjährigen Giro d'Italia zwei Etappen gewinnen konnte, hatte in der Spitzengruppe den Spurt etwas zu früh angezogen und wurde noch von Hunter abgefangen. "Es ist ärgerlich, wenn man so knapp verliert, aber ich war einfach zu früh im Wind", sagte der 27-Jährige.
Auf dem flachen Parcours war das Feld bei der Verfolgung von vier enteilten Fahrern knapp 30 Kilometer vor dem Ziel auseinandergerissen. Die Durchschnittgeschwindigkeit des Tagesabschnitts lag bei 48,2 Stundenkilometern.
Sevilla weiter in Führung
Oscar Sevilla verteidigte das Goldene Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement. Der 24-jährige Spanier führt vor seinen Landsleuten Angel Casero (0:25 Minuten zurück), Roberto Heras (2:20) und Juan-Miguel Mercado (3:19).
Hondos Teamkollege Erik Zabel, der am Mittwoch mit 1:17 Minuten Rückstand in der zweiten Gruppe das Ziel erreichte, konnte in der Punktewertung keinen Boden auf den führenden Spanier José Maria Jiminez gutmachen.
Sevillas Respekt vor dem Einzelzeitfahren
Sevilla, bester Nachwuchsfahrer der diesjährigen Tour de France, will seinen Vorsprung am Samstag auf der letzten Bergetappe ausbauen. Beim Finale am Sonntag, dem 38 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Madrid, muss der Spitzenreiter damit rechnen, gegen Casero Zeit zu verlieren.
"Ich muss am Samstag am besten noch eine Minute auf Casero gutmachen. Aber auch wenn das nicht klappt, wird es für ihn schwerer, als er vielleicht denkt, mir das Trikot am Sonntag noch auszuziehen", sagte Sevilla.
Zabel muss sich ranhalten
Am Donnerstag steht eine weitere Flachetappe auf dem Programm der 56. Spanien-Rundfahrt. Der 18. Tagesabschnitt führt über 154 Kilometer von Albacete nach Cuenza. Für Zabel ist es eine der letzten Chancen, um noch einmal entscheidend in den Kampf um das rot-weiße Trikot des besten Sprinters eingreifen zu können.
Andererseits ist es erneut nicht auszuschließen, dass eine Fahrergruppe versuchen wird, eine der vielen Steigungen auf den letzten 50 Kilometern für einen Ausreißversuch zu nutzen. Vor allem die Anstiege ins 1200 Meter hoch gelegene Puerto de la Tordiga und hinauf zum 1080 Meter hohen Alto del Castillo haben es in sich.