Vuelta: Team Telekom verpasst erneut Etappensieg - DER SPIEGEL
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Vuelta Team Telekom verpasst erneut Etappensieg

Auch beim sechsten Anlauf hat es nicht geklappt. Das Team Telekom wartet bei der Spanien-Rundfahrt weiterhin auf den ersten Etappensieg. Dieses Mal scheiterte Giovanni Lombardi im Zielsprint.
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Valencia - Das Team Telekom hat am Donnerstag bei der 6. Etappe der 55. Spanien-Rundfahrt zum zweiten Mal den Etappensieg denkbar knapp verpasst und mit einem zweiten Platz Vorlieb nehmen müssen. Im Sprint einer 30-köpfigen Spitzengruppe musste sich der Italiener Giovanni Lombardi im Ziel nach 155 Kilometern in Valencia nur seinem unbekannten Landsmann Paolo Bossoni geschlagen geben. Dritter wurde der bei der Vuelta bisher schon zweimal erfolgreiche Weltmeister Oscar Freire aus Spanien. Der Schweizer Alex Zülle verteidigte souverän sein Goldenes Trikot. Jan Ullrich verbesserte sich einen Rang auf den fünften Platz, der Titelverteidiger liegt aber weiter 1:23 Minuten hinter Zülle.

Obwohl sie erneut den ersten Etappensieg verpassten, überwog beim Team Telekom die Freude über eine gute Mannschaftsleistung. "Schade, dass es wieder knapp nicht gereicht hat, aber dafür waren wir mit dem Team in der Spitzengruppe stark vertreten", sagte Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage. Und der Belgier sieht noch Hoffnung, dass Ulrich in der Gesamtwertung an Zülle vorbeizieht, trotz der blendenden Verfassung des Schweizers: "Zülle ist in einer tollen Form, aber auch Jan ist gut drauf - und der Weg nach Madrid ist noch weit."

Trotz wesentlich besserer äußerer Bedingungen als am windig-verregneten Vortag, blieb das Peleton nicht von Stürzen verschont. Bereits nach 50 Kilometern traf es auf einer Abfahrt den Kelsterbacher Kai Hundertmarck, der sich eine Armverletzung und ein Platzwunde am Kopf zuzog. Der 31-jährige Deutsche konnte nach einer Behandlung jedoch weiterfahren und Anschluss ans Feld finden.

Zwölf Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem Massensturz, der die Telekom-Fahrer in eine glänzende Ausgangsposition brachte, da sie sich an der Spitze des Feldes aufhielten. Doch im Schlussspurt, den Ullrich für Lombardi anzog, fehlte am Ende wieder das letzte Quäntchen Glück zum erhofften Sieg.

Am Freitag wartet bei der siebten Etappe die erste Bergankunft der Vuelta 2000 auf das Feld. Nach 130 Kilometern ohne größere Schwierigkeiten folgen auf den letzten 45 Kilometern vor dem Ziel in Morella zwei Anstiege der zweiten Kategorie.