Vuelta: Ullrich gibt sich geschlagen - DER SPIEGEL
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Vuelta Ullrich gibt sich geschlagen

Nachdem er bei der Spanienrundfahrt auch auf seiner Lieblingsetappe am Dienstag nicht siegen konnte, hat Jan Ullrich die diesjährige Vuelta abgehakt.
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Arcalis - Jan Ullrich war am Dienstag bei der 11. Etappe der Vuelta an seinem "Lieblingsberg" in Arcalis ohne Siegeschance. An dem 2230 Meter hohen Gipfel in den Pyrenäen, an dem der Telekom-Kapitän 1997 das Gelbe Trikot bei der Tour de France eroberte und auch im Vorjahr bei der Vuelta triumphierte, verlor er jetzt nach 136 schweren Kilometern auf der Königsetappe der Spanien-Radrundfahrt von Alp nach Andorra-Arcalis 4:15 Minuten auf den Etappensieger Roberto Laiseka aus Spanien. Im Gesamtklassement hat Ullrich als Vierter nun 2:21 Minuten Rückstand auf den neuen Spitzenreiter, den Spanier Angel Casero.

Den Etappensieg erkämpfte sich Laiseka mit einem Alleingang am 13,5 Kilometer langen Anstieg hinauf zur Skistation in Arcalis. Auch auf den weiteren Plätzen folgten mit Carlos Sastre, Santiago Blanco, Roberto Heras und Manuel Beltran ausschließlich Fahrer aus Spanien, die ebenfalls in der Gesamtwertung dominieren. Mit seinem vierten Rang ist Ullrich bester Nicht-Spanier. Zweiter ist Heras, vor Igor Gonzales de Galdeano.

Den erneuten Sieg hatte Jan Ullrich bei der Spanien-Rundfahrt offensichtlich schon vor der Etappe am Dienstag abgehakt. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 will die Kräfte lieber für seinen Olympia-Auftritt in Sydney sparen. "Ich möchte bei den Olympischen Spielen gut sein. Ich opfere lieber die Vuelta, als bei den Olympischen Spielen schlecht zu fahren", hatte Ullrich in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" erklärt.

Nachdem er bereits auf der 10. Etappe wertvolle Sekunden auf die Spitze verloren hatte, war der Telekom-Kapitän vorsichtig geworden und hatte angekündigt, einen Gang zurückschalten: "Ich spüre, wenn der Körper müde wird und werde mich dann, so gut es geht, schonen. Wenn ich merke, ich muss in den Pyrenäen alles bringen, um bei der Gruppe mitzugehen, und es am nächsten Tag am ersten Berg schon wieder klemmt, dann muss ich kürzer treten", sagte Ullrich, sonst stürze seine Form.

Dennoch bekräftigte Ullrich, die Spanienrundfahrt weiter als optimale Vorbereitung auf Sydney zu nutzen. "Ich will eine gute Vuelta fahren. So lange ich vorn dabei bin, werde ich probieren, auch dort zu bleiben. Aber ohne an die Substanz zu gehen."