Vuelta: Zabel immer noch ohne Etappensieg - DER SPIEGEL
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Vuelta Zabel immer noch ohne Etappensieg

Auch nach dem Ausstieg von Weltmeister Oscar Freire und dem dreifachen Tagessieger Mario Cipollini muss Erik Zabel bei der 57. Spanien-Rundfahrt auf seinen ersten Etappensieg warten. Auf der neunten Etappe wurde der Telekom-Kapitän Fünfter.
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Cordoba - Pablo Lastras gewann am Sonntag den neunten Tagesabschnitt über 130 Kilometer rund um Cordoba im Alleingang. 17 Kilometer vor dem Ziel hatte sich der Spanier abgesetzt. Damit hatte er Zabel, der seine Führung in der Punktwertung durch einen fünften Tagesrang vergrößerte, die Hoffnungen auf einen Massensprint verbaut.

Wie gewohnt fuhr Zabels großer Rivale Cipollini die Vuelta nicht zu Ende. Der Italiener widmet sich als WM-Favorit lieber der Vorbereitung auf die Titelkämpfe in Zolder. Außerdem hatte der 35-jährige Exzentriker aus der Toskana, der unmittelbar vor der Vuelta seinen alles andere als überraschenden Rücktritt vom Rücktritt vollzog, laut der spanischen Sportzeitung "Marca" in Madrid ein Treffen mit seinem Kumpel Ronaldo geplant. 1997 hatte Cipollini die Vuelta vorzeitig wegen einer anstehenden Miss-Wahl verlassen.

Der spanische Weltmeister Freire stieg ebenfalls bereits aus dem Sattel. Freire will sich wie Cipollini in Ruhe auf die WM in vier Wochen vorbereiten.

Auch für Zabel, in der Punktwertung jetzt 31 Zähler vor Alessandro Petacchi (Italien), ist Zolder ein überaus wichtiger Termin, an einen Vuelta-Ausstieg jedoch denkt der Deutsche nicht. "Mein Rückflug ist am 29. September gebucht", verdeutlichte Zabel, dass er bis zum Ende der Spanien-Rundfahrt durchhalten will. Die Chance, das Trikot des Punktbesten, das er bei der Tour in Paris zum ersten Mal seit sieben Jahren nicht gewann, bis Madrid zu tragen, ist verlockend.

"Ich glaube schon, dass Erik durchfährt. Danach bestreitet er noch das Weltcup-Rennen Paris-Tours. Dann bereitet er sich in Mallorca speziell auf die WM vor", sagte Telekoms Sportlicher Leiter Rudy Pevenage.

Einen Tag vor dem 36,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Cordoba und dem anschließenden ersten Ruhetag veränderte sich an der Spitze des Gesamtklassements nichts. Der Spanier Oscar Sevilla verteidigte sein Gelbes Trikot mit 14 Sekunden Vorsprung vor dem überraschend starken Alexander Winokurow vom Team Telekom. Durch seinen Tagessieg am Samstag nach 172 Kilometer in Ubrique war Aitor Gonzalez (Spanien) auf den dritten Platz vorgerückt. Jörg Jaksche aus Ansbach ist als Zehnter im Gesamtklassement bester Deutscher.