Vuelta Zabel wieder punktbester Fahrer
Cuenca - Zabel, der sonst auf seinen starken Schlussspurt vertraut, fuhr auf der 154 Kilometer langen Etappe von Albacete nach Cuenza lange Zeit in einer größeren Spitzengruppe vor dem Feld. Der Telekom-Fahrer wurde zwar am letzten Anstieg vom Peloton eingeholt und verpasste deshalb seinen vierten Etappensieg bei der diesjährigen Vuelta.
Dennoch überholte Zabel den bislang in der Punktewertung führenden Spanier Jose Maria Jiminenz, da er als Ausreißer unterwegs drei Sprint-Wertungen gewonnen hatte und sich als Etappen-Neunter weitere Punkte sichern konnte.
Sieger Simeoni trug Fahrrad ins Ziel
Neben Zabel sorgte auch Etappensieger Filippo Simeoni für ein Novum bei der Vuelta. Der 30-jährige Italiener stieg vor dem Ziel ab und trug sein Rad unter dem Beifall der Zuschauer über die Linie. Zehn Kilometer vor dem Ziel war Simeoni ausgerissen und hatte nach 3:07:32 Stunden mit 25 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger den Etappenort erreicht.
Pech hatte dagegen ein anderer Ausreißer: Der Spanier Santiago Blanco stürzte allein vor dem Feld liegend etwa zwölf Kilometer vor dem Ziel, wurde von einer Verfolgergruppe eingeholt und stürzte erneut. Der Spanier Oscar Sevilla verteidigte auf der Flachetappe das Goldene Trikot des in der Gesamtwertung Führenden.
Entscheidung beim Einzelzeitfahren am Sonntag
Bis zum Finale der 56. Spanien-Rundfahrt am Sonntag in Madrid liegen jetzt noch drei Etappen mit insgesamt 382 Kilometern vor den verbliebenen 145 Fahrern. Abgeschlossen wird die Vuelta in der iberischen Hauptstadt mit einem Einzelzeitfahren.