Wada: Doping-Enthüllungen der ARD werden kritisiert - DER SPIEGEL
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Dopingenthüllungen Wada besorgt über undichte Stelle

Auffällige Blutwerte sind noch kein Beweis für Doping: Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat die undichte Stelle in Reihen der Leichtathletik kritisiert. Sie bestätigte damit, dass die Daten nicht aus dem Wada-System kommen.
Dopingtests: Wada will Athleten schützen
Dopingtests: Wada will Athleten schützen

Dopingtests: Wada will Athleten schützen

Foto: AFP
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Mehr als 12.000 Daten von führenden Leichtathleten und Medaillengewinnern bei Olympia zwischen 2001 und 2012 wurden der ARD anonym zugespielt. Sie zeigen: Viele Sportler in Ausdauerdisziplinen haben auffällige Blutwerte, die Doping nahelegen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat das Leck in Reihen der Leichtathletik kritisiert. "Die Wada verurteilt die undichte Stelle von vertraulichen Informationen der Sportler", sagte Generaldirektor David Howman und bestätigte, dass es sich bei der Liste nicht um Daten aus dem Wada-System ADAMS handelt.

Der Organisation geht es darum, dass die Athleten weiter Vertrauen in das seit 2009 eingeführtes System "Anti-Doping Administration & Management System", kurz ADAMS, haben. Dort geben die Sportler ihre Aufenthaltsorte während des Trainings an, damit die Dopingkontrollen jederzeit stattfinden können. Und dort werden auch die Daten über den seit 2009 eingeführten Biologischen Pass gespeichert, der die Blutwerte der Athleten erfasst.

Die Stärke des Biologischen Passes sei es, dass er die Daten über einen langen Zeitraum erhebe. Es wäre sorglos, eine Dopinganschuldigung auf der Basis von einer verkürzten Information zu erheben, argumentierte die Wada.

Die Wada hatte bislang noch keinen Zugang zu der Liste, unterstützte aber die Kritik des Leichtathletik-Weltverbands IAAF in diesem Punkt. "Die Wada möchte zudem Athleten mit atypischen Blutwerten beruhigen. Diese seien nicht unbedingt ein Hinweis auf Doping", sagte Howman.

zaf/rtr