Suspendierung Wada bestraft chinesisches Anti-Doping-Labor
Rund einen Monat nach Berichten über möglicherweise vertuschte Dopingproben im chinesischen Schwimmsport ist das Anti-Doping-Labor in Peking suspendiert worden. Das entschied die Welt-Anti-Doping-Agentur ( Wada ). Die Sperre ist auf maximal vier Monate angelegt.
Die Wada forderte das Labor zu fünf Maßnahmen auf , um den internationalen Standard wieder zu erlangen - ohne diese Forderung jedoch zu präzisieren. Sollten die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden, stellte die Wada eine vorzeitige Aufhebung der Suspendierung in Aussicht.
Das Labor in Chinas Hauptstadt darf damit in den kommenden vier Monaten keine Blut- und Urin-Proben analysieren. Gegen die Sperre kann binnen 21 Tagen Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas eingelegt werden. Das Labor in Peking ist laut Wada-Webseite das einzige von der Welt-Anti-Doping-Agentur akkreditierte in China.
Im März hatte die britische Zeitung "The Times" über vertuschte Proben in China berichtet . Daraufhin bestätigte Chinas Anti-Doping-Agentur sechs positive Dopingtests bei chinesischen Schwimmern, wies aber die Vorwürfe der Vertuschung als "falsch" zurück.
Erst in der vergangenen Woche hatte die Wada die Labore in Moskau und Lissabon suspendiert.