Wasserball-Sensation: Serienmeister entthront - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wasserball-Sensation Serienmeister entthront

Die Dominanz von Spandau 04 in der Deutschen Wasserball-Liga ist nach zwölf Titeln in Folge vorerst gebrochen. Die Meisterschaft sicherte sich der SV Cannstatt und sorgte gerade beim erfolgsverwöhnten Trainer der Berliner für ein völlig neues Gefühl.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - 9:8 gewann der SV Cannstatt im fünften und entscheidenden Spiel der Finalserie gegen die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin und holte sich zum ersten Mal den Titel. Damit gelang dem Stuttgarter Verein ein Sieg von historischer Dimension. 26 Meisterschaften in 27 Jahren hatten die Berliner bis dato gewonnen. Nur 1993 unterbrach Waspo Hannover-Linden die beeindruckende Serie.

"Wir haben die Meisterschaft nicht im fünften Spiel verloren, sondern vorher", sagte der enttäuschte Berliner Trainer Peter Röhle. Damit meinte er die vierte Partie, die vor heimischem Publikum mit einer 5:12-Niederlage endete. In allen anderen Duellen der Finalserie hatte der spätere Sieger nur ein Tor Vorsprung. In der letzten Begegnung sah es zuerst so aus, als könne auch  Spandau deutlich gewinnen, doch Röhles Team verspielte im Inselbad Untertürkheim noch eine 7:4-Führung.

Für den Trainer der Berliner war das eine völlig neue Situation. "Ich bin erstmals seit meinem Amtsantritt 1997 nicht Meister geworden", so Röhle. In welcher Form Veränderungen nötig seien, werde man sehen.

guv/dpa