Weitspringer Markus Rehm: Gold bei Behinderten-EM - DER SPIEGEL
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Unterschenkelamputierter Weitspringer Rehm gewinnt Gold bei Behinderten-EM

Der unterschenkelamputierte Weitspringer Markus Rehm ist Europameister der Behinderten-Sportler. In Swansea landeten seine Konkurrenten weit hinter ihm. Vor Kurzem hatte er noch die Deutsche Meisterschaft gewonnen.
Weitspringer Rehm: Sprang in Swansea zu Gold
Weitspringer Rehm: Sprang in Swansea zu Gold

Weitspringer Rehm: Sprang in Swansea zu Gold

Foto: Sven Hoppe/ dpa
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Hamburg - Markus Rehm ist der derzeit stärkste deutsche Weitspringer: Nach seinem Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften hat der unterschenkelamputierte Leichtathlet auch Gold bei der Europameisterschaft der Behindertensportler im walisischen Swansea gewonnen. Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag distanzierte Paralympics-Sieger Rehm mit einem Sprung auf 7,63 Meter seine Konkurrenz.

Zweiter wurde der Däne Daniel Jörgensen vor dem Niederländer Ronald Hertog. Der Teamkollege von Rehm, Felix Streng, übertraf mit 6,41 Meter seine persönliche Bestleistung und erreichte den vierten Rang.

Als Deutscher Meister wollte Rehm eigentlich auch bei der EM in Zürich antreten, wurde allerdings nicht nominiert. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) argumentierte, Rehms Prothese habe ihm möglicherweise einen Vorteil verschafft. Rehm befand die Entscheidung als "schwierig und unseriös". Der Fall hatte für große Diskussionen gesorgt.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm war Rehm noch auf 8,24 Meter gesprungen. In Zürich hätte diese Weite hinter dem britischen Olympiasieger Greg Rutherford für Silber gereicht.

zaf/sid