Weitsprung: Pedroso siegt vor "Superman" - DER SPIEGEL
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Weitsprung Pedroso siegt vor "Superman"

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Edmonton - Olympiasieger Ivan Pedroso hat bei der Leichtathletik-WM in Edmonton seinen vierten Weitsprung-Titel hintereinander gewonnen und in der Liste der Seriensieger nur noch Stabhochspringer Sergej Bubka mit sechsmal Gold vor sich. Der 28-jährige Kubaner schloss damit auch zu Diskuswerfer Lars Riedel und Äthiopiens 10 000-Meter-Läufer Haile Gebrselassie auf. Silber gewann der Amerikaner Savante Stringfellow (8,24) vor dem Portugiesen Carlos Calado, der auf Grund des besseren zweiten Versuchs Miguel Pate (USA/beide 8,21) Bronze wegschnappte.

Beckford enttäuschend


Pedroso setzte sich im zweiten Durchgang mit 8,23 Metern an die Spitze und baute die Führung über 8,35 im dritten und 8,40 Meter im fünften Versuch aus. Dies war zugleich die schwächste Weite, mit der der vierfache Hallen-Weltmeister im Freien triumphierte. Eine große Enttäuschung war der Weltjahresbeste James Beckford (Jamaika) als Siebter mit 8,08 Metern. Der deutsche Meister Schahriar Bigdeli (Leverkusen) hatte das Finale verpasst.

"Ich bin sehr glücklich. Es war das erste gute Ergebnis für mich in dieser Saison, und es kam zur rechten Zeit", meinte Pedroso, "Es war einer der schwierigsten Wettkämpfe für mich, weil ich Probleme mit dem rechten Bein hatte." Seine Medaille widmete der Kubaner ausnahmsweise nicht seinem sozialistischen Inselstaat, sondern "meinem Kind und meiner Mutter. Ich freue mich darauf, sie wiederzusehen". Auch Stringfellow, der Mann mit dem "Superman"-T-Shirt, war hochzufrieden: "Da oben auf dem Treppchen zu stehen, damit ist für mich ein Traum wahr geworden." Calado wiederholte mit Bronze seine Platzierung von der Hallen-WM.