WGC, 2. Tag: Flüche am 17. Loch - DER SPIEGEL
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WGC, 2. Tag Flüche am 17. Loch

Beim Saisonabschluss der Profigolfer hat Nick Price seine Führung sicher verteidigen können. Aber der Rest des Feldes, unter anderen Tiger Woods und auch Bernhard Langer, haben Boden gut machen können.
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Valderrama - Bernhard Langer hat sich am zweiten Tag des mit fünf Millionen US-Dollar dotierten Endturniers der World Golf Championship (WGC)-Serie im spanischen Valderrama deutlich verbessert. Mit einer 69-er Runde meldete sich der 43-Jährige Anhausener im nur 55 Spieler umfassenden Starterfeld zurück und schob sich mit insgesamt 144 Schlägen vom viertletzten Platz auf Rang 22.

Tags zuvor war der an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung leidende Langer mit 75 Schlägen enttäuschend gestartet. Langer kam am Freitag viel besser mit dem von ihm hochgeschätzten Platz zurecht. Insgesamt gelangen dem zweimaligen Gewinner der US-Masters insgesamt vier Birdies und ein Bogey. Bei seinem Sieg beim Tour-Finale 1994 hatte Langer den Platzrekord mit 62 Schlägen aufgestellt.

Mit seiner 69er-Runde liegt Langer in guter Gesellschaft. Auch die Nummer eins der Weltrangliste, Tiger Woods, spielte drei unter Par am zweiten Tag. Dabei gab sich der Amerikaner nicht immer gentlemanlike. Besonders das berüchtigte Grün am 17. Loch machte Woods erneut zu schaffen. Der feine Rasenteppich um die Fahne hängt hier in Richtung eines vor dem Grün platzierten Weihers und hat schon manchem Golfer die Runde verdorben. Am Freitag legte Woods seinen nahezu perfekt durchgeführten zweiten Schlag neben die Fahne und die Zuschauer freuten sich schon, Zeuge eines weiteren Eagles von Woods zu werden, doch der Ball hatte Backspin und rollte ins Wasser. Schon am Vortag machte Woods Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Kein Wunder, dass Woods nach seinem wiederholten Missgeschick den Schläger voller Wut in das Fairway schlug.

Wenig später gab er sich schon wieder gefasst: "Es ist ein Par 5 voller Gefahren. Aber man wird belohnt, wenn man etwas riskiert. Ich schlug ein Eisen neun aus 165 Yards, aber der Wind drückte dagegen. Es war wirklich kein schlechter Schlag. Vielleicht bekomme ich eines Tages die Gelegenheit, mich an diesem Loch zu rächen? Wer weiß?"

Spitzenreiter bleibt Nick Price aus Simbabwe, der aber seine famose Leistung vom Vortag mit elf Birdies nicht wiederholen konnte. Mit 63 Schlägen war der 43-Jährige am Donnerstag dem von Langer gehaltenen Platzrekord (62) sehr nahe gekommen. Am zweiten Tag blieb der Afrikaner nur auf zwei Grüns unter dem Lochstandard, verbuchte aber gegen Ende noch zwei Bogeys am 15. und 18. Loch. Trotzdem führt er mit zwei Schlägen (135) vor Hidemiki Tanaka. Der Japaner war mit 66 Schlägen am Freitag überraschend Tagesbester und rangiert mit 137 Schlägen (71+66) einen Schlag vor dem Iren Padraig Harrington (138/66+72) auf Platz zwei.

Offen ist immer noch das Wettrennen um den in Valderrama zu vergebenden Sieg in der europäischen Geldrangliste (Order of Merit). Der in der Rangliste bislang führende Nordire Darren Clarke (144/74+70) lag gemeinsam mit seinem schärfsten Konkurrenten, dem Engländer Lee Westwood (144/72+72) und Langer auf dem 22. Platz.