Tennis Federer folgt Cilic ins Wimbledon-Finale
Roger Federer
Foto: GARETH FULLER/ AFPRoger Federer steht zum elften Mal im Finale von Wimbledon. Der 35 Jahre alte Schweizer setzte sich im Halbfinale gegen Tomas Berdych aus Tschechien 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:4 durch und feierte seinen 90. Sieg bei dem Grand-Slam-Turnier in London.
Im Kampf um seinen achten Titel trifft Federer am Sonntag (15 Uhr; Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) auf den Koraten Marin Cilic. Mit einem achten Wimbledon-Titel wäre Federer alleiniger Rekordhalter.
Gegen Berdych gelang Federer früh ein Break zum 3:2, doch der Tscheche konterte und nahm Federer wiederum den Aufschlag zum 4:4 ab. Federer wechselte den Schläger, verlor das anschließende Spiel aber zu Null und musste nach 47 Minuten in den Tiebreak. Vor den Augen von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg entschied er sechs Minuten später den ersten Satz für sich.
Auch im zweiten Satz erlebten die Zuschauer bis zum 6:6 ein ständiges Auf und Ab ohne jegliche Breakchance für einen der beiden Kontrahenten. Wieder hatte Federer das bessere Ende für sich. Im dritten Satz wehrte er beim Stand von 2:3 zwei Breakbälle jeweils mit einem Ass ab, schlug einen Service-Winner und wieder ein Ass. Nach 2:18 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball. Damit hat Federer in Wimbledon weiterhin keinen einzigen Satz abgeben müssen.
Zuvor hatte Cilic zum ersten Mal in seiner Karriere das Wimbledon-Finale erreicht. Der 28-jährige Kroate entschied das erste Halbfinale gegen den Amerikaner Sam Querrey 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 für sich.
"Unglaublich. Das war ein harter Kampf", sagte Cilic, der nach 2:56 Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte und im fünften Duell mit dem 29 Jahre alten Querrey den fünften Sieg feierte. Der U.S.-Open-Sieger von 2014 ist der zweite kroatische Profi nach Goran Ivanisevic 2001 im Endspiel des Grand-Slam-Turniers in London. Dort ist er gegen Federer klarer Außenseiter: Von sieben Vergleichen mit dem Schweizer hat er bislang sechs verloren.