Keys gelangweilt vom Wimbledon-Männerturnier "Die schlagen 312 Asse pro Spiel"
Sam Querrey
Foto: John Walton/ dpa"Ich werde ganz ehrlich zu Ihnen sein", sagte die amerikanische Tennisspielerin Madison Keys am Mittwoch. Das aufschlaglastige Spiel ihrer Landsleute Sam Querrey and John Isner hatte sie nicht sonderlich beeindruckt. "Es tut mir leid, aber es kommt mir vor, als schlügen die 312 Asse pro Spiel", sagte die 23-Jährige. "Ich finde es etwas langweilig."
Eigentlich waren es bei Querreys Sieg über Serhij Stachowskyj "nur" 17 Asse gewesen. Es reichte trotzdem zu einem 7:6, 6:3, 6:3-Erfolg für den an Position 11 gesetzten Amerikaner. Nicht 312, aber immerhin 57 Asse schlug Isner (an neun gesetzt) in seinen viereinhalb Sätzen gegen den Belgier Ruben Bemelmans, ehe das Spiel beim Stand von 6:1, 6:4, 6:7, 6:7 und 3:4 wegen Regens unterbrochen wurde.
Roger Federer beim Trainingsspiel
Foto: Steven Paston/ dpaAuch der Auftritt von Tennis-Superstar Roger Federer dürfte Keys nicht gefallen haben: Der 36 Jahre alte Schweizer gewann gegen den Slowaken Lukas Lacko, der zuletzt beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne das Finale erreicht hatte, mühelos 6:4, 6:4, 6:1 - mit 16 Assen und starken 93 Prozent gewonnen Ballwechseln nach ersten Aufschlägen. "Ich habe mich gut gefühlt, weniger nervös als in der ersten Runde", sagte Federer. In der dritten Runde trifft der Schweizer nun auf Jan-Lennard Struff.
Struff setzte sich nach einer fast vier Stunden langen Tennis-Schlacht in einem packenden Fünfsatzkrimi gegen den Kroaten Ivo Karlovic 6:7 (5:7), 3:6, 7:6 (7:4) 7:6 (7:4), 13:11 durch. In ihrem Marathon-Match schlugen die beiden Kontrahenten übrigens zusammen 92 Asse (Struff 31, Karlovic 61) - Tageshöchstwert. Es war vieles - aber sicher nicht langweilig.