Wimbledon 2014 Murray im Eiltempo weiter, drei Deutsche raus
Titelverteidiger Murray: Schneller Sieg
Foto: Matthew Stockman/ Getty ImagesHamburg - Titelverteidiger Andy Murray ist im Eiltempo in die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon eingezogen. Der Schotte brauchte gerade einmal 84 Minuten für das 6:1, 6:1, 6:0 gegen den völlig überforderten Slowenen Blaz Rola. Am Freitag spielt Murray, der im vergangenen Jahr als erster Brite seit 77 Jahren das Turnier gewonnen hatte, gegen den Spanier Roberto Bautista um den Einzug ins Achtelfinale.
Der topgesetzte Novak Djokovic folgt Murray in die dritte Runde, auch wenn er deutlich mehr Mühe hatte. Der Serbe bezwang den Tschechen Radek Stepanek, musste jedoch beim umkämpften 6:4, 6:3, 6:7 (5:7), 7:6 (7:5) einen Satz abgeben. Djokovic spielt nun gegen Gilles Simon um den Einzug ins Achtelfinale. Gegen den Franzosen konnte der 27-Jährige bisher sechs von sieben Partien für sich entscheiden.
Aus deutscher Sicht verlief der Tag weniger erfolgreich: Benjamin Becker schied in der zweiten Runde aus. Der 33-Jährige unterlag dem Ukrainer Alexander Dolgopolow 7:6 (7:4), 6:7 (0:7), 3:6, 4:6 und muss damit weiter auf seinen ersten Drittrunden-Einzug bei dem Rasen-Klassiker in London warten.
Qualifikant Tim Pütz ist ebenfalls ausgeschieden. Der 26-Jährige, der erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers stand, scheiterte 6:2, 4:6, 6:7 (6:8), 3:6 am Italiener Fabio Fognini. Im dritten Durchgang vergab Pütz, der vor dem Turnier erst ein Match auf Rasen absolviert hatte, zwei Satzbälle.
Ferrer und Gulbis scheitern überraschend früh
Mona Barthel ist ebenfalls raus: Die Weltranglisten-59. war gegen die Tschechin Petra Kvitova, die vor drei Jahren im All England Club triumphiert hatte, beim 2:6, 0:6 chancenlos. Damit sind nur noch drei deutsche Spielerinnen beim ältesten Tennisturnier der Welt vertreten. Am Donnerstag spielen Vorjahresfinalistin Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Angelique Kerber um den Einzug in die dritte Runde.
Auch bei den gesetzten Spielern gab es Überraschungen: Der Weltranglistensiebte David Ferrer aus Spanien verlor unerwartet 7:6 (7:5), 0:6, 6:3, 3:6, 2:6 gegen den Russen Andrej Kusnezow, der im Ranking nur auf Platz 118 geführt wird. Nach Angaben der Turnier-Statistiker verpasste der 32-jährige Ferrer erstmals in 18 Grand-Slam-Turnieren die dritte Runde.
Zuvor war der an Position zwölf gesetzte lettische French-Open-Halbfinalist Ernests Gulbis 4:6, 3:6, 6:7 (5:7) an Sergej Stachowski gescheitert. Der Weltranglisten-90. aus der Ukraine hatte schon im vergangenen Jahr für eine Überraschung gesorgt und in der zweiten Runde den Schweizer Roger Federer aus dem Turnier geworfen.