Wimbledon: Anke Huber im Achtelfinale - DER SPIEGEL
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Wimbledon Anke Huber im Achtelfinale

Anke Huber hat in Wimbledon das Achtelfinale erreicht. Die an Nummer elf gesetzte Deutsche gewann gegen die Slowenin Tina Pisnik in zwei Sätzen.
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London - Anke Huber steht zum vierten Mal in ihrer Karriere im Achtelfinale von Wimbledon, und Nicolas Kiefer plant seine Zukunft ohne Trainer Bob Brett - anwesende und abwesende deutsche Tennisprofis sorgten am Freitag in Wimbledon für reichlich Gesprächsstoff. Anke Huber wirkte nach dem 6:2, 6:3 gegen die Slowenin Tina Pisnik, der nach 50 Minuten perfekt war, locker und gelöst: "Ich habe mein erstes Ziel erreicht, ich wollte unter die letzten 16 kommen. Es war mein bestes Spiel bisher."

Etwas ausführlicher kommentierte Kiefer in einer am Freitag verbreiteten Erklärung die Trennung von dem australischen Erfolgscoach Bob Brett: "Der Zeitpunkt für eine Veränderung ist gekommen. Ich habe von Bob sehr viel gelernt. Jetzt bin ich an einem Punkt meiner Karriere angelangt, wo ich mich mit einem neuen Trainer weiterentwickeln möchte." (siehe Link)

Unterdessen erlebte Steffi Graf als Zuschauerin neben Sir Cliff Richard auf der Tribüne des Centre Courts den bravourösen und am Ende erfolgreichen Kampf ihres Lebensgefährten Andre Agassi gegen seinen US-Landsmann Todd Martin. Der Vorjahresfinalist gewann die Fortsetzung der am Donnerstag abgebrochenen Partie auf dem Centre Court mit 6:4, 2:6, 7:6 (7:3), 2:6, 10:8. Dabei lag er im letzten Satz gegen den aufschlagenden Todd Martin bereits mit 2:5 zurück, ehe er mit dem Break zum 3:5 die letztlich erfolgreiche Aufholjagd startete.

Derweil ist Titelverteidiger Pete Sampras, der seinen siebten Sieg und den Rekord von 13 Grand-Slam-Erfolgen anstrebt, gesundheitlich schwer angeschlagen. Der 28-Jährige, der am Abend sein Achtelfinale gegen Justin Gimelstob bestreiten sollte, leidet an einer schmerzhaften Sehnen-Entzündung im Schienbein, die sein weiteres Mitwirken bis zum Finale unklar scheinen lässt. Sorgen dieser Art hat Anke Huber in Wimbledon 2000 nicht, obwohl im Achtelfinale die topgesetzte Schweizerin Martina Hingis auf die beste deutsche Tennisspielerin wartet. "Ich freue mich auf das Match", sagte Huber, die nach dem Turnier in die Top Ten der Weltrangliste zurückkehrt: "Ich werde versuchen, weiter aggressiv zu spielen und mein Spiel durchzuziehen." Dennoch ist sie gegen die Nummer eins zumindest von der Papierform her nur Außenseiterin: "Martina spielt auf jedem Belag gut."