Wimbledon Das große Favoritensterben
London - Für Qualifikant Alexander Waske aus Essen war in der zweiten Runde gegen den Brasilianer Flavio Saretta Endstation. Der 27-Jährige scheiterte bei seiner 7:6 (7:4), 4:6, 4:6, 5:7-Niederlage in den entscheidenden Momenten an seinen Nerven, als er jeweils zum Ende der Sätze Breaks gegen seinen eigentlich starken Aufschlag kassierte.
Dennoch war das "Wimbledon-Abenteuer" für den gebürtigen Frankfurter ein großer Erfolg. Drei Siege in der Qualifikation und der Erfolg in der ersten Runde gegen den Italiener Andrea Gaudenzi brachten ihn seinem Ziel, unter die ersten 100 der Weltrangliste zu kommen, näher. In Abwesenheit von Tommy Haas, der sich um seine bei einem Motorradunfall schwer verletzten Eltern kümmert, haben aus dem deutschen Lager nur die beiden Daviscup-Spieler Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer die zweite Runde überstanden.
Doch auch die großen Favoriten hatten in diesem Jahr offensichtlich Probleme mit dem "heiligen Rasen" von Wimbledon. Nach dem Ausscheiden von Pete Sampras, Andre Agassi und Marat Safin am Mittwoch erwischte es am Donnerstag den an Nummer neun gesetzten Spanier Juan Carlos Ferrero, der dem Amerikaner Jeff Morisson mit 3:6, 5:7, 6:7 (5:7) unterlag. Bei den Damen schied die an fünf gesetzte Belgierin Kim Clijsters durch eine 6:7 (5:7), 2:6-Niederlage gegen die Russin Elena Lichowtsewa aus.