Wimbledon: Deutsches Debakel perfekt - DER SPIEGEL
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Wimbledon Deutsches Debakel perfekt

Das Achtelfinale der 119. All England Championships in Wimbledon findet ohne deutsche Beteiligung statt. Nachdem bereits alle DTB-Spielerinnen ausgeschieden waren, mussten auch Nicolas Kiefer, Florian Mayer und Alexander Popp ihre Hoffnungen begraben.
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London - Als erster deutscher Spieler scheiterte heute Mayer. Der Viertelfinalteilnehmer des Vorjahres unterlag Juan Carlos Ferrero mit 6:3, 2:6, 1:6, 1:6. Der Spanier, der 2003 die French Open gewonnen hatte, schaffte mit dem Einzug ins Achtelfinale sein bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr. "Ich bin tief enttäuscht, eine Runde hätte ich mir noch zugetraut", sagte Verlierer Mayer, "ich war aber im dritten und vierten Satz völlig chancenlos. Wenn Ferrero so weiter spielt, hat er auch gegen Roger Federer eine Chance."

Der Titelverteidiger aus der Schweiz hatte Kiefer in 2:35 Stunden 6:2, 6:7 (5:7), 6:1, 7:5 bezwungen. "Das Match war so hart wie erwartet, wir kennen uns eben sehr gut. Ich hätte in drei Sätzen gewinnen sollen, aber nun bin ich glücklich, dass ich es in vier geschafft habe", sagte Federer, der gegen Kiefer im laufenden Wimbledon-Turnier erstmals einen Satz abgeben musste.

"Federer wurde erstmals richtig geprüft und hat die Prüfung bestanden", sagte der ehemalige Wimbledon-Sieger John McEnroe, der das Match für die BBC kommentiert hatte, "Kiefer hat wirklich eine Klasse-Leistung gezeigt." Der Deutsche vergab die große Chance auf eine Überraschung, als er im vierten Satz zwei Breaks zum 2:0 und 5:3 nicht halten konnte. Federer beendete das Match auf dem Centre Court mit einem Ass.

Als letzter DTB-Vertreter musste sich Popp geschlagen geben. Er unterlag gegen den Henman-Bezwinger Dimitri Tursunow aus Russland mit 7:5, 6:7 (5:7), 2:6, 2:6. Für Popp war es das schlechteste Abschneiden in Wimbledon überhaupt. Der 28-Jährige hatte zuvor zweimal das Viertel- und einmal das Achtefinale erreicht.