Wimbledon: Federer mühelos, Kohlschreiber enttäuscht - DER SPIEGEL
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Wimbledon Federer mühelos, Kohlschreiber enttäuscht

Start nach Maß: Roger Federer hat in Wimbledon sein Auftaktmatch problemlos gewonnen. Der Schweizer stand gegen Dominik Hrbaty nur etwas mehr als eine Stunde auf dem Platz. Der Deutsche Simon Stadler überraschte, Philipp Kohlschreiber verlor deutlich.
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Hamburg - Mischa Zverev und Simon Stadler haben bei den 122. All England Championships von Wimbledon einen aus deutscher Sicht erneut enttäuschenden Turnierauftakt verhindert. Knapp vier Wochen nach dem kollektiven Erstrundenaus der deutschen Tennisprofis bei den French Open besiegte der 20-jährige Zverev den Österreicher Alexander Peya 6:3, 6:4, 6:4 und erreichte zum zweiten Mal in seiner Karriere die zweite Runde bei einem der vier großen Turniere. Dort fordert er nun den früheren Weltranglistenersten Juan Carlos Ferrero aus Spanien heraus.

Stadler besiegte Ivo Karlovic 4:6, 7:6 (7:4), 6:3, 7:5. Nächster Gegner des Weltranglisten-176. ist der auf Platz 67 geführte Brasilianer Thomaz Bellucci.

Philipp Petzschner profitierte bei seinem Erfolg gegen Hyung-Taik Lee von der Aufgabe des Südkoreaners, der beim Stand von 6:7 (4:7), 6:1, 6:4 aus Sicht des Deutschen verletzt den Platz verließ. Petzschner trifft nun auf den Kroaten Mario Ancic.

Ausgeschieden ist hingegen Philipp Kohlschreiber. Der Davis-Cup-Spieler, der beim Vorbereitungsturnier in Halle erst im Finale an Roger Federer gescheitert war, unterlag Fernando Verdasco 4:6, 3:6, 2:6. "Ich habe okay angefangen, dann aber mächtig abgebaut. Das darf man sich gegen einen Top-20-Spieler, der gerade in Nottingham im Finale stand, natürlich nicht erlauben. Da reicht eine durchschnittliche Leistung nicht", sagte Kohlschreiber.

Ebenfalls nicht mehr dabei sind Angelique Kerber, Sabine Lisicki, Tobias Kamke und Michael Berrer. Kerber schlug gegen die Britin Elena Baltacha schon zum Matchgewinn auf, musste sich aber schließlich mit 3:6, 6:2, 5:7 geschlagen geben. Lisicki unterlag bei ihrem Wimbledon-Debüt der Französin Marion Bartoli 2:6, 4:6. Kamke, erst als Lucky Loser ins Feld verlor gegen den an Nummer 29 gesetzten Italiener Andreas Seppi bei seinem ersten Grand-Slam-Auftritt 7:5, 3:6, 2:6, 4:6.

Michael Berrer musste sich trotz großen Kampfes gegen Titel-Mitfavorit Novak Djokovic geschlagen geben. Der Serbe behielt mit 7:5, 2:6, 6:3, 6:0 die Oberhand und trifft nun auf den Russen Marat Safin oder Fabio Fognini aus Italien. Am Dienstag steigen Thomas Haas und Nicolas Kiefer in das Turnier ein.

Das offizielle Eröffnungsmatch bestritt Titelverteidiger Roger Federer. Gegen seinen lange verletzten Freund Dominik Hrbaty (Slowakei), gegen den er zuvor in zwei Vergleichen zweimal verloren hatte, benötigte er gerade mal 1:19 Stunden für einen völlig ungefährdeten 6:3, 6:3, 6:2-Erfolg. "Es hat Spaß gemacht und ich habe konstant gut gespielt", sagte Federer nach seinem 60. Sieg auf Gras in Folge. Nächster Gegner des Schweizers auf dessen Weg zum sechsten Titel in Folge in London ist der Schwede Robin Söderling. "Er ist gefährlich. Das wird ein echter Test", so Federer.

chp/sid/dpa