Wimbledon-Halbfinale: Schluss mit Henmania - DER SPIEGEL
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Wimbledon-Halbfinale Schluss mit Henmania

Tim Henmans Traum ist abermals geplatzt. Wie im Vorjahr ist der Brite im Halbfinale der All England Championships in Wimbledon ausgeschieden. Weltmeister Lleyton Hewitt besiegte den 27-Jährigen aus Oxford in drei Sätzen.
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London - "Mach aus Wimbledon dein Timbledon!", hatte die "Sun" noch vor dem Spiel gefleht. Doch der Druck war zu groß. Am fehlenden Kampfeswillen lag es ganz sicher nicht, dass Henman auch im sechsten Kräftemessen mit dem 21-jährigen Australier verlor - diesmal mit 5:7, 1:6, 5:7. Wie vor drei Wochen beim Vorbereitungsturnier im Londoner Queen's Club ließ Hewitt seinem Gegner wenig Chancen - dank seines variableren und druckvolleren Spiels, und weil er weit weniger Fehler machte.

Auch nach dem prompten Rebreak des Briten zum 4:5 ließ sich Hewitt nicht beirren und brachte den ersten Satz mit einem Break zum 7:5 sicher nach Hause. Gleich drei Spiele gewann er danach, und Henman betete förmlich eine Regenpause herbei, die auch tatsächlich kam. Doch die Unterbrechung half ihm nicht.

Für Rasentennis völlig untypisch, schlugen beide kaum Asse, machten andererseits aber auch keine Doppelfehler. So wurde das Match spielerisch entschieden, und da hatte Hewitt die weitaus besseren Möglichkeiten zu bieten.

Nach den US Open, die er im Vorjahr gegen Pete Sampras gewonnen hat, steht Hewitt damit in seinem zweiten Grand-Slam-Finale. Es war im vierten Anlauf sein erstes Semifinale auf dem Heiligen Rasen. Im Finale am Sonntag trifft der neue Weltranglisten-Erste aus Australien auf Debütant David Nalbandian aus Argentinien oder den Belgier Xavier Malisse.

Ihre totale Dominanz im Damen-Tennis unterstrichen Venus und Serena Williams auch im Doppel-Wettbewerb. Einen Tag vor ihrem Finale im Einzel zogen sie durch einen 6:2, 6:0-Erfolg gegen Nathalie Tauziat/Katarina Srebotnik (Frankreich/Slowakei) ins Halbfinale ein. Dort geht es gegen Anna Kurnikowa (Russland) und Chanda Rubin (USA).