Wimbledon Kerber, Federer, Murray und Williams im Viertelfinale
Angelique Kerber
Foto: Adam Pretty/ Getty ImagesAngelique Kerber ist in Wimbledon zum dritten Mal in ihrer Karriere ins Viertelfinale eingezogen. Die Australian-Open-Siegerin gewann gegen die japanische Weltranglisten-49. Misaki Doi nach nur 64 Minuten 6:3, 6:1. Im Kampf um den Einzug in das Halbfinale trifft die 28 Jahre alte Tennisspielerin am Dienstag entweder auf die Rumänin Simona Halep oder auf Madison Keys aus den USA.
Kerber ist die letzte Deutsche in den Einzelwettbewerben des bedeutendsten Tennisturniers der Welt und bislang gut in Form: Sie ist noch ohne Satzverlust. 2014 hatte Kerber in Wimbledon zuletzt die Runde der besten Acht erreicht, 2012 verlor sie erst im Halbfinale.
Ebenfalls weiter ist Serena Williams. Die Titelverteidigerin gewann nach anfänglichen Schwierigkeiten 7:5, 6:0 gegen die Russin Swetlana Kusnezowa. Die sechsmalige Siegerin trifft nun auf Kusnezowas Landsfrau Anastasia Pawljutschenkowa. Serenas Schwester Venus Williams schaffte erstmals seit sechs Jahren bei dem Rasen-Turnier den Sprung unter die besten Acht. Die 36-Jährige bezwang die Spanierin Carla Suarez Navarro 7:6 (7:3), 6:4.
Auch Federer und Djokovic-Bezwinger Querrey weiter
Zuvor war auch Roger Federer ins Viertelfinale von Wimbledon eingezogen - zum 14. Mal in seiner Karriere. Damit stellte er Jimmy Connors' Bestmarke in der Ära des Profitennis (seit 1968) ein. Federer setzte sich gegen Steve Johnson (USA) 6:2, 6:3, 7:5 durch und bleibt damit im Turnierverlauf ebenfalls ohne Satzverlust.
Mit seinem 306. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere egalisierte Federer zudem den Rekord von Martina Navratilova. In der Runde der besten Acht trifft der Schweizer am Mittwoch auf den früheren US-Open-Champion Marin Cilic aus Kroatien, der beim Stand von 6:1, 5:1 von der Aufgabe des an Position fünf gesetzten Japaners Kei Nishikori profitierte.
Ebenfalls im Viertelfinale steht der Schotte Andy Murray. Er besiegte Nick Kyrgios aus Australien 7:5, 6:1 und 6:4. Murray hatte 2013 als erster Brite seit Fred Perry 1936 in Wimbledon gewinnen können.
US-Profi Sam Querrey, der in der dritten Wimbledonrunde unerwartet den Weltranglistenersten Novak Djokovic bezwungen hatte, steht erstmals in seiner Karriere in einem Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Der 28-Jährige gewann gegen den Franzosen Nicolas Mahut 6:4, 7:6 (7:5), 6:4 und trifft nun entweder auf Milos Raonic oder David Goffin.