Wimbledon Mit Schüttler scheidet der letzte Deutsche aus
London - Schüttler konnte gegen den 20 Jahre alten Spanier nur in er Anfangsphase der Partie an seine Form aus den ersten beiden Matches anknüpfen. Im ersten Durchgang erledigte er seine Aufgabe souverän, war bei eigenen Aufschlag nie in Gefahr und durchbrach das Service des Linkshänders aus Madrid zum 5:4. Auch der zweite Durchgang bot zunächst das gleiche Bild. Schüttler schaffte in Break zur 6:5-Führung und schlug anschließend zur möglicherweise vorentscheidenden 2:0-Satzführung auf. Doch statt "den Sack zuzumachen", kassierte er sein erstes Break und verlor auch den anschließenden Tiebreak.
Lopez, der seine ersten beiden Matches jeweils in fünf Sätzen gewonnen hatte und dabei insgesamt sechs Matchbälle abwehrte, nahm anschließend eine fünfminütige Verletzungspause, um eine Zerrung im Rücken behandeln zu lassen. Schüttler kassierte anschließend erneut ein Break zum 3:4, und der anschließende Satzverlust war die logische Folge.
Auch im vierten Durchgang fand Schüttler nicht mehr ins Spiel zurück. Das Break zum 0:1 konnte er gegen den nun immer sicherer spielenden Madrilenen noch ausgleichen, doch zum Stand von 3:4 verlor Schüttler erneut sein Service. Lopez nutzte schließlich nach 2:19 Stunden seinen ersten Matchball zu seinem dritten Sieg beim erst dritten Rasenmatch seiner Karriere.
Schüttler hat durch diese Niederlage eine große Chance verpasst. Als 24 der Weltrangliste war er gegen den 79 Plätze schlechter notierten Spanier hoher Favorit. In der Runde der letzten 16 warten in den Brasilianern Andre Sa oder Flavio Saretta auch keine übermächtigen Gegner. Der zweite Einzug in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers nach Australien 2001 wäre für ihn in Normalform ohne weiteres möglich gewesen.