Wimbledon: Petkovic ohne Probleme, Mayer mit Mühe - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wimbledon Petkovic ohne Probleme, Mayer mit Mühe

Auftakt nach Maß: Tennisspielerin Andrea Petkovic hat in Wimbledon die zweite Runde erreicht. Die 23-Jährige schlug beim Grand-Slam-Turnier die Französin Stéphanie Foretz Garcon. In London gaben sich die Topfavoriten keine Blöße, Florian Mayer hatte Schwierigkeiten.
Tennisprofi Mayer: Satzverlust gegen Evans
Tennisprofi Mayer: Satzverlust gegen Evans

Tennisprofi Mayer: Satzverlust gegen Evans

Foto: Felipe Trueba/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der an Nummer 20 gesetzte Tennisspieler Florian Mayer besiegte den Briten Dan Evans (Weltranglisten-301.) in Wimbledon 7:6 (7:5), 7:6 (7:1), 3:6, 6:4. Selbst nach zwei gewonnenen Tiebreaks machte der Deutsche den Sieg nicht sofort perfekt, sondern benötigte einen vierten Durchgang. "Man braucht nichts schönzureden. Das war unterirdisch", sagte Mayer, der nun auf Xavier Malisse trifft. Der Belgier hatte sich gegen Mischa Zverev 6:2, 6:3, 6:2 durchgesetzt.

Auch Tobias Kamke hat die zweite Runde erreicht. Der 25-Jährige gewann gegen den Slowenen Blaz Kavcic 6:3, 7:6 (7:1), 5:7, 6:1. Die Partie war am Montagabend beim Stand von 1:5 aus Kamkes Sicht wegen Regens unterbrochen worden. In der zweiten Runde trifft der Deutsche auf den Weltranglisten-Vierten Andy Murray aus Schottland. Kamke, derzeit auf Rang 83 der Welt, hatte im vergangenen Jahr als Qualifikant überraschend die dritte Runde in Wimbledon erreicht.

Fotostrecke

Tennisspielerin Petkovic: Frau im Aufwärtstrend

Foto: Mike Ehrmann/ AFP

Ausgeschieden ist der 25-jährige Qualifikant Andreas Beck. Der 156. der Weltrangliste unterlag der Nummer zehn der Welt, dem US-Amerikaner Andy Roddick, 4:6, 6:7 (6:8), 3:6. Auch für den Rasen-Spezialisten Philipp Petzschner ist die Einzel-Konkurrenz in Wimbledon schon wieder vorbei. Der Bayreuther unterlag gegen den an Nummer fünf gesetzten Schweden Robin Söderling mit 4:6, 4:6, 6:2, 6:7 (5:7).

Der Schweizer Roger Federer hatte beim 7:6, 6:4, 6:2 gegen Mikchail Kukushkin (Kasachstan) keine Probleme und steht in der zweiten Runde. Auch Novak Djokovic wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Serbe, der im Halbfinale auf den sechsfachen Wimbledonsieger Federer treffen könnte, gewann seine Erstrundenpartie gegen den Franzosen Jeremy Chardy 6:4, 6:1, 6:1.

Zuvor hatte Andrea Petkovic ihre Pflichtaufgabe erfüllt und ihren Wimbledon-Auftakt souverän gewonnen. Die 23-Jährige besiegte in der ersten Runde die Weltranglisten-139. Stéphanie Foretz Garcon aus Frankreich 6:3, 6:4.

Petkovic erwischte einen guten Start und nahm Foretz Garcon gleich das erste Aufschlagspiel ab. Nach 36 Minuten holte sich die Deutsche schließlich den ersten Satz. Zwar leistete sich die Deutsche immer wieder vermeidbare Fehler mit der Vorhand, Foretz Garcon war aber insgesamt zu harmlos, so dass der klare Sieg nie gefährdet war.

Maria Sharapova zieht locker in die zweite Runde ein

In der zweiten Runde trifft die Weltranglisten-13. Petkovic nun auf die Kanadierin Stéphanie Dubois. Dubois hatte in der ersten Runde die Qualifikantin Irina Falconi aus den USA 6:2, 6:2 geschlagen. Für die an Position elf gesetzte Petkovic ist es der erste Hauptfeldsieg ihrer Karriere in Wimbledon. Im Vorjahr hatte sie in der ersten Runde gegen die Russin Anna Tschakwetadse 6:3, 4:6, 4:6 verloren. "Als ich vom Platz ging, dachte ich: 'Boah, das erste Mal in Wimbledon eine Runde gewonnen. Das ist schon etwas Besonderes'", sagte die 23-Jährige. Petkovic könnte in Wimbledon ihr drittes Grand-Slam-Viertelfinale des Jahres erreichen, nachdem sie schon in Melbourneund Paris die Runde der letzten Acht erreicht hatte. Am Montagabend war Petkovics Auftaktpartie wegen Regens um einen Tag verschoben worden.

Auch Maria Sharapova ist eine Runde weiter: Die Russin gewann locker gegen ihre Landsfrau Anna Chakvetadze mit 6:2 und 6:1. Für die topgesetzte Caroline Wozniacki aus Dänemark stellte die Spanierin Arantxa Parra Santonja kein Hindernis dar. Die Weltranglistenerste gewann mühelos 6:2, 6:1. Auch die viermalige Turniersiegerin Serena Williams hat ihr Auftaktmatch gewonnen. Einen Tag nach dem Sieg von Schwester Venus gelang der lange verletzten Serena gegen Arvane Rezai (Frankreich) ein 6:3, 3:6, 6:1.

Fed-Cup-Spielerin Julia Görges und Kristina Barrois müssen dagegen weiter auf ihren ersten Aufschlag warten. Ihre Auftaktpartien wurden auf Mittwoch verschoben.

leh/chp/AP/dpa/sid/rtr