Wimbledon: Popp startet wieder durch - DER SPIEGEL
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Wimbledon Popp startet wieder durch

Der Rasen von Wimbledon scheint Alexander Popp wie vor drei Jahren zu beflügeln. Mit dem Niederländer Raemon Sluiter räumte er auch den nächsten Gegner aus dem Weg.
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London - Nach Rainer Schüttler erreichte auch Popp die dritte Runde von Wimbledon. Der 26 Jahre alte Mannheimer besiegte Sluiter in einem Fünfsatz-Krimi mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:3, 6:7 (5:7), 6:2. Am Samstag kämpft Popp gegen Jiri Novak aus Tschechien um den Einzug ins Achtelfinale.

Popp knüpft damit an seinen größten Erfolg im Jahr 2000 an, als er in Wimbledon völlig überraschend das Viertelfinale erreichte. Popp ist in Runde drei neben Schüttler der einzige Deutsche.

Ausgeschieden ist dagegen Lars Burgsmüller. Andre Agassi war für ihn wie erwartet eine Nummer zu groß. Burgsmüller verlor mit 3:6, 6:7 (4:7), 3:6. Er zeigte gegen den an zwei gesetzten Weltranglisten-Ersten aber eine gute Leistung: Burgsmüller gewann bei seinem ersten Auftritt auf dem großen Platz 1 in seinem ersten Match gegen Agassi mehr Spiele als sein Freund und Trainingspartner Schüttler im Finale der Australian Open im Januar.

Im zweiten Satz konnte der Weltranglisten-88. nach einem Break sogar mit 2:0 in Führung gehen. Agassi schaffte das Re-Break zum 4:4, Burgsmüller erreichte jedoch mit einer konzentrierten Leistung den Tiebreak. Im ersten und dritten Satz sorgte Agassi jeweils mit einem frühen Break bereits für die Vorentscheidung.

"Seine Leistung muss man wirklich anerkennen", wurde Burgsmüller von BBC-Kommentator Boris Becker gelobt: "Lars sollte den Abend in Wimbledon feiern, er kann stolz auf sich sein." Agassi trifft nun in Runde drei auf den Marokkaner Younes al-Aynoui.

Mit Marlene Weingärtner schied auch die letzte deutsche Spielerin aus. Die 23-Jährige bot bei ihrer 3:6, 0:6-Niederlage gegen die US-Amerikanerin Lisa Raymond eine peinliche Leistung. "Sie war auf Rasen einfach zu gut für mich", meinte Weingärtner.