Wimbledon: Rafter ringt Agassi nieder - DER SPIEGEL
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Wimbledon Rafter ringt Agassi nieder

Im ersten Wimbledon-Halbfinale schlägt der Australier Patrick Rafter den US-Amerikaner Andre Agassi und erreicht zum zweiten Mal in Folge das Endspiel beim wichtigsten Tennisturnier der Welt.
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London - Rafter krönte am Freitagnachmittag seinen Abschied aus Wimbledon mit dem Einzug ins Endspiel der All England Championships. Der Australier bezwang Andre Agassi in einem Fünfsatz-Thriller 2:6, 6:3, 3:6, 6:2, 8:6 und wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr an gleicher Stelle, als er - ebenfalls nach einem Fünfsatz-Sieg über Agassi - zum ersten Mal in seiner Laufbahn das Endspiel an der Church Road erreicht hatte.

"Die Matches mit Pat sind immer unvergesslich", meinte Andre Agassi nach seiner Fünfsatz-Niederlage, "egal ob man gewinnt oder verliert". Das traf auch diesmal zu. Vor 13.800 Zuschauern auf dem Centre Court und weiteren rund 6000 auf Großbildwänden überall auf der Anlage war die Partie stets ausgeglichen. Beide Spieler trafen die Linien, die Spiele waren eng, doch nach 2:59 Stunden setzte sich der bessere Angreifer gegen den wohl weltbesten Returnspieler durch und verwandelte seinen dritten Matchball.

"Ich kann es gar nicht glauben. Andre war der bessere Spieler im fünften Satz, er hatte alle Möglichkeiten. Ich habe mir nur immer wieder gesagt: dran bleiben, dran bleiben", sagte Rafter, der seine Laufbahn am Ende der Saison wegen seiner chronischen Schulterprobleme beenden wird. Es gelang. Dies musste auch Agassi eingestehen: "Pat hat es verdient, im Finale zu sein. Er war in den wichtigsten Momenten besser. Ich habe gut gespielt, und konnte nicht mehr tun. Ich bin enttäuscht."