Wimbledon: Federer siegt, Beckham jubelt
Wimbledon-Viertelfinale Federer wehrt drei Matchbälle ab - und gewinnt
Vorjahresfinalist Roger Federer ist zum elften Mal ins Halbfinale von Wimbledon eingezogen. Der siebenmalige Titelträger aus der Schweiz setzte sich gegen den Kroaten Marin Cilic nach einer Aufholjagd in 3:17 Stunden 6:7 (4:7), 4:6, 6:3, 7:6 (11:9), 6:3 durch. Im vierten Satz hatte Federer drei Matchbälle abgewehrt.
"Der Traum geht weiter, ich habe großartig gekämpft und ab dem vierten Satz toll gespielt", sagte Federer, der mit dem 307. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere Martina Navratilova überholte und zum erfolgreichsten Spieler der Geschichte avancierte.
0:2 in Sätzen lag Federer zurück, kämpfte sich aber wieder heran. Dank eines leichten Returnfehlers von Cilic, einem Ass und eines Service-Winners hielt er sich bei den Matchbällen des US-Open-Siegers von 2014 im Spiel. "Es ging für mich darum, irgendwie im Match zu bleiben", sagte Federer. Der 17-fache Grand-Slam-Sieger selbst verwandelte dann seinen ersten Matchball.
Im Kampf um den Finaleinzug trifft der siebenmalige Wimbledon-Champion am Freitag auf den kanadischen Weltranglisten-Siebten Milos Raonic. Der Kanadier gewann gegen Novak-Djokovic-Bezwinger Sam Querrey (USA) 6:4, 7:5, 5:7, 6:4.
Im zweiten Halbfinale kommt es zum Duell zwischen Zverev-Bezwinger Tomas Berdych und dem britischen Lokalmatador Andy Murray. Berdych gewann gegen den Franzosen Lucas Pouille glatt in drei Sätzen 7:6, 6:3, 6:2. Murray hatte größere Probleme: Nach einer Zwei-Satz-Führung gegen Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) entschied der Wimbledon-Sieger von 2013 das Match erst im fünften Durchgang und gewann 7:6, 6:1, 3:6, 4:6, 6:1.