Wimbledon Schüttler machte kurzen Prozess
Wimbledon - "Heute hat einfach alles gepasst", sagte Schüttler nach dem 6:3, 6:0, 6:1- Erfolg in nur 76 Minuten gegen den Armenier Sargis Sargsian. Der Weg ins Viertelfinale, in dem Lokalmatador Tim Henman aller Voraussicht nach der Gegner wäre, ist vorgezeichnet. Zunächst geht es am Samstag allerdings gegen den Sieger der Partie zwischen Guillermo Canas aus Argentinien und Feliciano Lopez (Spanien).
Während die kleine deutsche Herren-Delegation noch auf den Dritt-Runden-Einzug von Qualifikant Alexander Waske hoffen durfte, verabschiedeten sich am vierten Tag der "All England Championships" auch die letzten beiden von acht gestarteten Spielerinnen des DTB.
Barbara Rittner aus Leverkusen unterlag Silvia Elia Farina aus Italien mit 3:6, 2:6 und war dabei ebenso chancenlos wie Jana Kandarr gegen Tamarine Tanasugarn aus Thailand. Die Heidelbergerin musste sich mit 3:6, 4:6 geschlagen geben. Damit ist schon nach zwei Runden keine der deutschen Spielerinnen mehr im Feld, das gab es seit 1985 nicht mehr.
Der Wahl-Schweizer Schüttler hingegen steht zum zweiten Mal nach 2000 in der dritten Runde von Wimbledon. Er servierte sicher und machte bei seinen Grundschlägen kaum Fehler. Sein erstes Break gelang ihm zum 4:3 im ersten Satz, danach gewann der Deutsche gegen seinen am Ende resignierenden Gegner zwölf Spiele in Folge. "Ich will endlich den Bann brechen und zum ersten Mal ins Achtelfinale kommen", sagte der 26-Jährige.