Wimbledon: Venus und der Nobody - DER SPIEGEL
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Wimbledon Venus und der Nobody

Qualifikant Alexander Waske hat beim zweiten Tag in Wimbledon für eine Überraschung gesorgt. Titelverteidigerin Venus Williams tat dem Publikum nicht diesen Gefallen.
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London - Der bereits 27 Jahre alte Frankfurter Waske, der in der Bundesliga für Etuf Essen spielt, setzte sich dank seines erstklassigen Aufschlages gegen den Italiener Andre Gaudenzi mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:3), 6:7 (2:7), 6:1 durch und erreichte damit bei seinem Grand-Slam-Debüt auf Anhieb die zweite Runde. "Bislang war ich Mister Unbekannt", freute sich der Waske, "ich hoffe, jetzt lernen mich ein paar Leute kennen."

Waske stand in Deutschland noch nie in einem Hauptfeld, Bitten um eine Wildcard fürs Doppel wurden vom Deutschen Tennis Bund stets abgelehnt. "Ich will zeigen, was ich kann", sagt er, "ich kann ziemlich gut Doppel spielen, und wenn ich mir da die Leistungen zuletzt im Daviscup anschaue, rechne ich mir schon was aus." Mit Karsten Braasch immerhin hat er sich für die Zukunft schon verabredet, Patrick Kühnen hat ihn bereits auf dem Zettel. In Wimbledon hat er im Doppel mit dem Kroaten Lovro Zovko durch die Qualifikation das Hauptfeld ereicht: "Ohne Aufschlagverlust."

Souveräner Hewitt

Weniger gut machten es bei ihrem Wimbledon-Debüt dagegen Qualifikantin Angelika Rösch (Berlin) und Fed-Cup-Spielerin Martina Müller (Hannover), die beide in der ersten Runde scheiterten. Rösch unterlag der Spanierin Virginia Ruano Pascual 2:6, 4:6. Die Weltranglisten-56. Müller zeigte gegen die 58 Plätze schlechter notierte Tschechin Denisa Chladkova eine enttäuschende Leistung und verlor 3:6, 5:7. Auch Lars Burgsmüller ist bereits ausgeschieden. Der Essener unterlag dem Amerikaner Michael Chang 3:6, 6:7 (4:7), 4:6. Auch für Michael Kohlmann war der Auftritt in Wimbledon nur von kurzer Dauer. Der Hagener unterlag am Montagabend in der ersten Runde gegen Guillermo Canas (Argentinien) mit 5:7, 4:6, 4:6.

Der topgesetzte Lleyton Hewitt (Australien) setzte sich klar mit 6:4, 7:5, 6:1 gegen den Schweden Jonas Björkman durch. Auch der Engländer Tim Henman ließ beim 6:1, 6:3, 6:2 über den Franzosen Jean-Francois Bachelot keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen.

Keine Mühe hatte auch Titelverteidigerin Venus Williams mit der Engländerin Jane O'Donoghue. Die topgesetzte Weltranglisten-Erste setzte sich souverän 6:1, 6:1 durch. Auch Vorjahresfinalistin Justine Henin (Belgien) erreichte durch einen 6:2, 6:7 (4:7), 6:4-Erfolg über die Amerikanerin Brie Rippner die nächste Runde. Ihre Landsmännin Kim Clijsters bezwang Samantha Reeves (USA) 6:2, 7:6 (7:5).