Wimbledon: Venus Williams locker ins Viertelfinale - DER SPIEGEL
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Wimbledon Venus Williams locker ins Viertelfinale

Der Australier Lleyton Hewitt hat bei den All England Championships zum ersten Mal das Viertelfinale erreicht. Bei den Damen zeichnet sich ein innerfamiliäres Endspiel ab.
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London - Hewitt hatte den von den Stars verlassenen Centre Court vor Augen und setzte sich mit 6:3, 6:3, 7:5 gegen den Russen Michail Juschni durch.

Die 13 gestarteten Einzel-Akteure des Deutschen Tennis Bundes waren zu Beginn der zweiten Woche des mit 13,2 Millionen Dollar dotierten bedeutendsten Grand-Slam-Tennisturniers der Welt nicht mehr im Rennen. Im Vorjahr hatte wenigstens Nicolas Kiefer den ersten Tag nach der Halbzeit noch erlebt. Doch auch das Gros der Favoriten hat sich früh verabschiedet. Der siebenmalige Champion Pete Sampras und sein US-Landsmann Andre Agassi etwa, aber auch die beiden hoch gehandelten Russen Marat Safin und Jewgenij Kafelnikow.

Die Amerikanerin Venus Williams dokumentierte mit einem spielend leicht errungenen 6:1, 6:2-Erfolg gegen ihre Fedcup-Teamgefährtin Lisa Raymond ihre Ausnahmestellung im Damen-Tennis und trifft nun auf Jelena Lichowtsewa aus Russland. Wie in Paris vor einem Monat dürfte es auch auf dem "Heiligen Rasen" an der Church Road wieder ein Williams-Endspiel geben. Denn auch ihre jüngere Schwester Serena, die bei den French Open triumphierte, ist in guter Verfassung. Im Achtelfinale spielte sie gegen ihre Landsfrau Chanda Rubin.

Der Australier Hewitt wittert derweil seine Chance, beim diesjährigen Turnier ganz nach vorne zu kommen. Auch von Sjeng Schalken aus den Niederlanden, der sich gegen den Tschechen Jan Vacek mit 6:2, 6:2, 7:5 durchsetzte, wird er sich kaum aus der Erfolgsspur drängen lassen.

Von einer Regenpause gestört musste Lokalmatador Henman dagegen zwei Stunden warten, und wäre anschließend auf dem feuchten Gras gegen den Schweizer Michel Kratochvil fast ausgerutscht. Den sicheren 4:1-Vorsprung, den der Brite im dritten Satz in die Pause mitnahm, verspielte er in windes Eile. Der 22-jährige Eidgenosse, der sein Wimbledon-Debüt im Vorjahr in Runde eins beendet hatte, konnte die Gunst der Stunde freilich nicht nutzen. Nach Nerven aufreibendem Kampf siegte der 27-Jährige aus Oxford mit 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 4:6, 6:3, 6:2.

Die alljährliche "Henmania" an der Church Road geht damit in die fünfte Runde. Im Viertelfinale ist der Brasilianer Andre Sa sein Gegner; in der Vorschlussrunde könnte es zum spannenden Vergleich mit Hewitt kommen. Doch Henman muss sich gewaltig steigern, wenn er der Erste seit dem legendären Fred Perry vor 66 Jahren sein will, der den Titel nach Großbritannien holt.