Wimbledon: Williams hat Respekt vor Henin - DER SPIEGEL
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Wimbledon Williams hat Respekt vor Henin

Die Belgierin Justine Henin und Titelverteidigerin Venus Williams bestreiten am Samstag das Damen-Finale von Wimbledon.
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London - Justine Henin zog am Donnerstag als Erste mit einem 2:6, 6:4, 6:2-Erfolg über Jennifer Capriati (USA) ins Finale an der Church Road ein. Dort steht der Belgierin am Samstag (15 Uhr) die an Nummer zwei gesetzte Amerikanerin Venus Williams gegenüber, die ihre Landsfrau Lindsay Davenport im zweiten Semifinale mit 6:2, 6:7 (1:7), 6:1 bezwang.

Bei schwülen 31 Grad im Schatten und drohenden Wolken über London schwächelte Vorjahressiegerin Williams nur im zweiten Satz und vergab nach etwa einer Stunde im Tie-Break auch ihren ersten Matchball. Danach zog sie das Tempo aber ebenso unverhofft wieder an und ließ der Siegerin von 1999 keine Chance.

"Natürlich ist Venus die klare Favoritin. Aber ich habe sie gerade erst bei den German Open in Berlin geschlagen", sagte Justin Hennin, "jetzt will ich auch das Turnier gewinnen". Henins kommende Gegnerin gab die Komplimente gern zurück. "Wer die Jennifer Capriati des Jahres 2001 schlägt, muss schon großartiges Tennis gespielt haben", sagte Venus Williams.

Grand-Slam-Traum beendet


Für Jennifer Capriati endete am Donnerstagnachmittag der Traum vom Gewinn des dritten Grand-Slam-Turniers nach dem Sieg bei den Australian und French Open abrupt. Vor 13.800 Zuschauern übernahm die Amerikanerin auf dem ausverkauften Centre Court gegen Justine Henin zunächst die Initiative und bestimmte das Tempo. Henin, die nach den French Open zum zweiten Mal im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers und erstmals auf dem Center Court von Wimbledon stand, wirkte nervös.

Zuerst konnte die 19-Jährige aus Lüttich auch im zweiten Satz mit dem Powertennis von Capriati nicht mithalten. Zusätzliche Probleme hatte die Belgierin mit einer schmerzhaften Blase am rechten Fuß. Beim Zwischenstand von 1:2 im zweiten Satz musste sie sich behandeln lassen. Danach jedoch spielte Henin sich frei und breakte Capriati erstmals zur 3:2-Führung.

Die Amerikanerin schien die Konzentration zu verlieren, Henin agierte sicherer punktete mit ihrer Rückhand und zwang die hohe Favoritin in den dritten Satz. Dort führte sie rasch mit 4:1 und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Auch druch eine 22-minütige Regenpause war die Belgierin nicht zu beirren, kehrte auf den Platz zurück und machte den Sieg nach 1:29 Stunden mit dem zweiten Matchball perfekt.