Wintersport: Riesch wird Zweite, deutsche Skispringer enttäuschen - DER SPIEGEL
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Wintersport Riesch wird Zweite, deutsche Skispringer enttäuschen

Maria Riesch ist in der Super-Kombination die zweitschnellste Zeit gefahren - und musste erkennen, dass ihre Rivalin Lindsey Vonn derzeit nicht zu schlagen ist. Die deutschen Skispringer zeigten eine schwache Leistung, dafür überzeugten die Skeleton-Frauen.
Ski-Rennfahrerin Riesch: erfolgreich und ernüchtert zugleich
Ski-Rennfahrerin Riesch: erfolgreich und ernüchtert zugleich

Ski-Rennfahrerin Riesch: erfolgreich und ernüchtert zugleich

Foto: Nicolas Bouvy/ dpa
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Hamburg - Beim Weltcup im französischen Val d'Isère fuhr Maria Riesch auf den zweiten Rang in der Super-Kombination, dennoch wirkte sie ein wenig ernüchtert. "Die Lindsey fährt in einer anderen Liga", sagte Riesch über ihre Dauerrivalin Lindsey Vonn, die mit einer überragenden Leistung zu ihrem dritten Sieg im Olympia-Winter raste. Elisabeth Görgl aus Österreich belegte Rang drei.

Deprimiert war dagegen der deutsche Männer-Cheftrainer Karlheinz Waibel. "Das war bitter, wir haben eine gute Chance vertan. Die Piste war hinten raus so gut, da wäre mehr drin gewesen", sagte er nach dem Super-G auf der Saslong im Grödnertal, wo Andreas Strodl als bester Deutscher Rang 29 belegte. Es gewann Aksel Lund Svindal (Norwegen) vor Carlo Janka (Schweiz) und Patrick Staudacher (Italien).

Dem 22-jährigen Andreas Strodl bescheinigte Waibel immerhin noch, er sei "auf dem richtigen Weg". Die Routiniers Keppler (26 Jahre) und Peter Strodl (27) kritisierte er hingegen. "Bei den beiden muss man sich grundsätzlich die Frage stellen, wie es weitergeht. Beiden fehlt es an skifahrerischer Klasse und Risikobereitschaft." Im Gesamtweltcup liegt jetzt wieder Janka in Führung. Mit 540 Punkten rangiert er knapp vor Benjamin Raich (Österreich/515) und vor Svindal (388) auf Platz drei.

Schmitt nur 35., Ammann gewinnt

Vizeweltmeister Martin Schmitt schüttelte nach seinen Sprüngen enttäuscht den Kopf, und auch Talent Pascal Bodmer konnte die deutschen Skispringer beim Weltcup in Engelberg nicht vor einem Debakel bewahren. Während Schmitt als 35. das Finale verpasste und Bodmer mit Rang 25 sein schlechtestes Saisonergebnis verzeichnete, landete Michael Neumayer am Freitag als bester DSV-Starter auf dem 20. Platz.

Jubeln durfte der Schweizer Simon Ammann, der seinen Heimvorteil nutzte und mit Sprüngen von 137,5 und 133 Metern die Österreicher Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern auf die Podestplätze verwies. Nachdem die Jury den ersten Durchgang nach 30 Springern aus Sicherheitsgründen abgebrochen hatte und mit weniger Anlauf neu startete, landete Schmitt nur bei 120 Metern und schied aus. Auch Bodmer, der in den ersten Saison-Wettbewerben mit den Plätzen zwei und fünf geglänzt hatte, konnte nicht überzeugen. Mit 123 und 120 Metern landete der 18-Jährige nur auf dem 25. Platz.

Dreifacherfolg für deutsches Frauen-Skeleton-Team

Das deutsche Skeleton-Team war beim Heimweltcup in Altenberg nicht zu schlagen. Die WM-Dritte Kerstin Szymkowiak gewann nach Bestzeiten in beiden Läufen in 1:59,50 Minuten mit 0,71 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Marion Trott. Anja Huber belegte mit einem Rückstand von 0,78 Sekunden auf die Siegerin Rang drei. Für die deutschen Frauen war es der dritte Dreifachtriumph in der Weltcup-Geschichte.

Szymkowiak feierte nach ihrem Sieg in der vergangenen Woche in Winterberg ihren zweiten Saisonerfolg und den siebten Weltcupsieg ihrer Karriere. Im Gesamtweltcup bleibt Szymkowiak mit 954 Punkten Dritte hinter der Kanadierin Mellisa Hollingsworth (1011) und der Britin Shelley Rudman (987).

Bei den Männern fuhr Michi Halilovic mit Bestzeit im zweiten Durchgang noch vom achten Platz zum Erfolg. "Nach dem ersten Lauf hatte ich nichts mehr zu verlieren. Ich hatte einige Fehler gemacht. Danach bin ich voll auf Angriff gefahren. Zum Glück hat es geklappt", sagte Halilovic. Er verwies in 1:56,39 Minuten den Russen Alexander Tretjakow mit einem Vorsprung von 0,21 Sekunden auf Rang zwei. Europameister Frank Rommel wurde mit einem Rückstand von 0,24 Sekunden Dritter und komplettierte damit das starke deutsche Ergebnis.

Für Halilovic war es beim 23. Weltcup-Start der erste Sieg. Damit verbesserte er sich im Gesamtweltcup nach fünf von acht Rennen mit 857 Punkten auf Platz vier. In Führung liegt weiter der Lette Martins Dukurs mit 1044 Zählern vor Rommel (1011) und Stielicke (892).

jar/dpa/sid