Witali Mutko gibt Amts als russischer Sportminister ab - DER SPIEGEL
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Umstrittener Politiker Mutko gibt Amt des Sportministers ab

Er ist eine Reizfigur im internationalen Sport: Witali Mutko gilt als Mitverantwortlicher für das russische Dopingprogramm. Nun gibt er sein Amt als Sportminister ab. Im Fußball hat er aber weiterhin das Sagen.
Sportfunktionär Witali Mutko
Sportfunktionär Witali Mutko

Sportfunktionär Witali Mutko

Foto: ALEXANDER FEDOROV/ AFP
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Russlands umstrittener Sportminister Witali Mutko gibt das Amt ab und wird Vizeregierungschef unter Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Kreml-Chef Wladimir Putin habe der Ernennung zugestimmt, meldeten Agenturen in Moskau am Mittwoch. Neuer Sportminister wird demnach der ehemalige Fecht-Olympiasieger Pawel Kolobkow.

Die Personalie ist auch wichtig im Hinblick auf die Fußballweltmeisterschaft, die 2018 erstmals in Russland stattfindet. Mutko bleibt Chef des russischen Fußballverbandes und soll auf dem neu geschaffenen Posten als Vizeregierungschef zuständig sein für Sport-, Tourismus- und Jugendpolitik. Er war seit Mai 2008 Minister.

Mutko gilt seit gemeinsamer kommunalpolitischer Zeit in St. Petersburg als Vertrauter von Putin. International steht er unter anderem in der Kritik, weil er von staatlich gelenktem Doping in der Leichtathletik gewusst haben soll. Der 57-Jährige weist die Vorwürfe zurück. Sein Rückzug vom Amt des Sportministers war in Moskau erwartet worden, weil er im Weltsport immer mehr zur Reizfigur wurde.

Der neue Ressortchef Kolobkow gewann im Jahr 2000 Gold im Fechten bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney.

aha/dpa

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